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Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)

Vor 705 Jahren Brühl wird verpfändet

Im Laufe der Stadtgeschichte hat Brühl viel erlebt, und immer wieder standen neue Ereignisse im Fokus, so auch am 11. Februar 1320. An diesem Tag wurde Brühl als ganze Stadt zum Pfandobjekt. Im Zuge von Streitigkeiten zwischen dem Erzbischof Heinrich II. von Virneburg und der Stadt Köln wurde unsere Heimatstadt zum Spielball der Parteien. Damit dem „teuren“ Pfande auch kein Schaden geschehen möge, wurde Graf Johann von Sponheim beauftragt, für den Schutz vor Orte zu sorgen. Hierzu hielt dieser auf der Burg eine ständige Besatzung von 20 Fußsoldaten vor. Selbstverständlich war dieser Schutz keinesfalls eine edle Geste des Pfandherren, vielmehr mussten unsere Vorväter diesen
Sicherheitsdienst gebührend bezahlen. 1000 Mark waren jährlich in ungemünztem Silber zu entrichten.

Vor 490 Jahren Tod auf dem Scheiterhaufen


Wieder einmal wirft der Blick in die Chronik kein gutes Bild auf unsere Heimatstadt, oder die damalige Zeit. Am 1. Februar 1535 fand der Theologe und Vikar Johann Clopreis auf einem vor dem Westtor der Kurfürstenburg errichteten Scheiterhaufen den Feuertod. Und dieser Tod ging auf einen Befehl des Kurfürsten Erzbischof Hermann von Wied (1515-1547) zurück. Clopreis, Magister der Kölner Universität, war zur Reformation übergetreten, hatte sich dann dem Vernehmen nach aber auch aktiv der Münsteraner Wiedertäuferbewegung angeschlossen. Dies wurde ihm letztlich zum Verhängnis.

Vor 265 Jahren Casanova in Brühl

Einen Playboy der damaligen Zeit, wohl gar den größten seiner Tage konnte unsere Heimatstadt am 28. Februar 1760 als Gast begrüßen: an eben jedem Tag weilt mit Jakob Casanova von Seingalt, heute eher bekannt als Giacomo Casanova, ein Charmeur, Weltenbummler und Abenteurer von Weltruf in Brühl. Auf Schloss Falkenlust gab er geladenen
Gästen ein Frühstück und, wie er in seinen Erinnerungen schreibt, bewirtet sie „wie ein
kaiserlicher Prinz“.

Vor 130 Jahren Kirchbauverein in Kierberg
Der „Kirchbauverein St. Servatius“ wurde am 17. Februar 1895 in Kierberg gegründet. Die alte St. Servatius-Kapelle war längst schon zu klein geworden, und so sollte und musste ein größerer Kirchbau entstehen. Nach dem Abbruch des kleinen Gotteshauses um die Jahrhundertwende entsprang dem Wirken und Schaffen des neugegründeten Vereins die für das Bild dieses Brühler Vorortes bis heute prägenden Kirche St. Servatius. Die feierliche Weihe fand bereits am 26. März 1904 statt.

Vor 130 Jahren Auftrag zur Vorgebirgsahn

Die frisch gegründete Aktiengesellschaft der „Cöln-Bonner Kreisbahnen“ gab am 15. Februar 1895 den Bau der auch durch Brühl verlaufenden Strecke der Vorgebirgsbahn zwischen Köln und Bonn in Auftrag. Diesen erhielt damals die in Berlin-Wilmersdorf angesiedelte Firma Havestadt u. Contag.

Vor 110 Jahren Kriegsgefangene
Auswirkungen des ersten Weltkrieges machten sich am 6. Februar 1915 auch hier in Brühl bemerkbar: an diesem Tag rückten 125 russische Kriegsgefangene ein, sie sollten als Arbeiter auf der Braunkohlengrube „Maria Glück“ beschäftigt werden. Die Kantine des Werkes wurde kurzerhand zum Gefangenenlager umfunktioniert.

Vor 75 Jahren Stadtomnibuslinie
Am 1. Februar 1950 konnte Brühls erste Stadtomnibuslinie ihren Betrieb aufnehmen. Ein Großteil der Vorbereitungen leistete damals der Leiter des Brühler Verkehrsamtes, Oberinspektor Bernhard Troost.

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