
Liebe Leser,
das Ende der Ampelkoalition und die vorgezogenen Neuwahlen am 23. Februar haben auch die Planungen des Brühler Bilderbogen etwas durcheinander gewirbelt. So lassen wir in dieser Ausgabe die Bundestagskandidaten von CDU, SPD und Grüne in unserem Wahlkreis 91 Euskirchen - Rhein-Erft-Kreis II zu Wort kommen. Es sind die aussichtsreichsten demokratischen Kandidaten, die sich Ihnen außerplanmäßig kurz vorstellen.
Eigentlich wollten wir in dieser Ausgabe dem Brühler Dreigestirn mehr Platz einräumen. Aber so improvisieren wir an dieser Stelle etwas.
Prinz Benny I. (Benjamin Kamarakis), Jungfrau Alexia (Sascha Schamper) und Bauer Ralf (Schönenberg) von der Schloßgarde Rut-Wieß von 1972 e.V. geben ein wirklich tolles Brühler Dreigestirn ab. Sie sind drei Freunde, die durch den Karneval unzertrennlich geworden sind. „Ob bei der Schloßgarde Rut-Wieß oder in unserem Alltag – wir sind ein eingespieltes Team. Seit Jahren träumen wir davon, einmal das Dreigestirn unserer geliebten Heimatstadt Brühl zu stellen“, sagen sie. „Jetzt ist es endlich soweit.“
Das Dreigestirn spiegelt die Vielfalt und die Verbindung der Generationen wider. Prinz Benny, mit seinen 40 Jahren der Jüngste in der Runde, bringt frischen Wind und jugendlichen Enthusiasmus mit. Ralf, der erfahrene Bauer, steht mit seiner Weisheit und Lebenserfahrung von 59 Jahren für Beständigkeit. Und Sascha (49), als Jungfrau, vereint Charme und Humor in einer „einzigartigen Mischung“. Gemeinsam wollen die drei zeigen, dass Karneval Menschen jeden Alters zusammenbringt und dass Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können.
„Als Teil des Dreigestirns möchten wir die magischen Momente des Karnevals intensiv erleben und mit allen Jecken teilen“, haben sie sich vorgenommen. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, in prächtigen Ornaten durch die Straßen zu ziehen, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen und mit einem „Bröhl Alaaf“ die Herzen der Menschen zu erwärmen. Diese einzigartigen Augenblicke, in denen die ganze Stadt zusammenkommt und das Leben feiert, sind für uns unbezahlbar.“
Freuen wir uns gemeinsam auf eine tolle Session mit dem Närrischen Elias am 2. März als Höhepunkt. Bröhl Alaaf!
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22
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Der Kunstverein (im Bild Karola Meck-Theben, li., und Gaby Zimmermann) wächst, aber es könnten noch mehr junge Mitglieder sein. Daher bietet der Verein ab sofort kostenfreie Mitgliedschaft für die Jugend bis 27 Jahre an. Eine Mitgliedschaft lohnt sich, denn der Kunstverein zeichnet sich durch zahlreiche Ausstellungen, Exkursionen und Workshops aus.

In diesem Jahr gibt es wieder fünf Ausstellungen. Den Anfang macht vom 9. bis 30. März Nadja Nafe aus Düsseldorf. Sie zeigt eine Installation aus unterschiedlich langen Transparentpapieren. Vom 2. bis 25. Mai präsentiert Alina Grasmann großformatige Gemälde. Carolina Serrano stellt vom 20. Juni bis 13. Juli Ergebnisse ihrer Forschungen durch die Praxis der Skulptur, der Installation und der Zeichnung vor.
Am 23. Februar findet die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag statt. Gesucht wird eine Nachfolgeregierung der gescheiterten Ampel-Koalition. Die neue Regierung muss in stürmischen Zeiten mit Ukraine-Krieg, Donald Trump in den USA, Wirtschaftskrise und vielen innenpolitischen Herausforderungen gute Lösungen für unser Land finden. Welche Erwartungen die Menschen in Brühl an die zukünftige Regierung richten, teilten sie uns bei unserer Umfrage in der Brühler Innenstadt mit.

Micka Berboth:
Dazu muss es ja erstmal eine neue Regierung geben. Dafür muss jede demokratische Partei bereit sein, mit jeder demokratischen Partei zusammenzuarbeiten. Ressentiments sind völlig fehl am Platz, weil es um viel mehr geht. Es geht um das Überleben der Demokratie. Es darf keine Spielchen geben. Es zählt nur die Brandmauer, niemals mit der AfD.
Weiterlesen: Umfrage: Was erwarten Sie von der zukünftigen Bundesregierung in Berlin?
„Tolles Angebot für Kinder und deren Eltern und Großeltern“
(tg) Kinder, wie die Zeit vergeht. Nun ist es auch schon 15 Jahre her, dass Sylvia Fritz und Michaela Vogt den Chor „Colors of Hope“ gründeten. Seitdem ist viel passiert. Der Chor hat sich stetig weiterentwickelt, das Repertoire wurde erweitert, und jetzt wollen die beiden Triebfedern des Chores eine neue Idee verwirklichen.

„Wir sind eine lustige und bunt gemischte Truppe, die gerne Gospel singt, aber auch andere Musikrichtungen im Repertoire hat“, beschreibt sich der Chor auf seiner Homepage. Seit 15 Jahren hat sich Colors of Hope einen prima Ruf erarbeitet. Schwungvoll ist er, lustig, vielseitig, humorvoll und unternehmenslustig. Wie die meisten anderen Chöre sind auch
Sylvia Fritz und Michaela Vogt immer auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Dabei wollen sie nun neue Wege gehen.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: Sylvia Fritz & Michaela Vogt
Die Pfarrgemeinde St. Margareta in Brühl feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: Sie blickt auf die Tradition von 400 Jahren Chorgesang in der Gemeinde zurück. Eine 150 Seiten umfassende Festschrift gibt einen umfangreichen Überblick über die sorgfältig recherchierte Geschichte des Chorgesanges in der Gemeinde von 1625 bis in die Gegenwart.

Die Chorsänger sind 1625 und auch bei späteren Gelegenheiten stets mit Wein honoriert worden – daher hat der Kirchenchor in Zusammenarbeit mit dem Weingut Borell-Diehl in der Pfalz einen Grauen Burgunder als Jubiläumswein etikettieren lassen, der den Chor durch das Jubiläumsjahr begleitet.
Standpunkte von Detlef Seif, Andrea Kanonenberg und Christian Schubert
Am 23. Februar wird der 21. Deutsche Bundestag gewählt. Im Wahlkreis 91 Euskirchen Rhein-Erft-Kreis II, zu dem auch Brühl gehört, haben Detlef Seif, Andrea Kanonenberg und Christian Schubert die größten Chancen, das Mandat zu gewinnen. Wir haben sie zu ihren Zielen befragt.
Detlef Seif (CDU) aus Euskirchen.
Geboren 1962 in Euskirchen, Rechtsanwalt, verheiratet, ein Kind, seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages.

BBB: Herr Seif, welche zwei, drei Themen muss die Politik in Berlin Ihrer Meinung nach am dringlichsten angehen und wie sehen Ihre Lösungsansätze aus?
Seif: Als erstes muss Verlässlichkeit und Vertrauen wieder hergestellt werden. Die letzten drei Jahre sind verschwendet worden und haben dem Ansehen Deutschlands und dem generellen Vertrauen vieler Wähler in die demokratischen Institutionen geschadet. Ich sehe großen Handlungsbedarf in der Asyl- und Migrationspolitik. Hier ist ein Kurswechsel erforderlich. Es braucht einen strengeren Grenzschutz. Wer aus einem sicheren Drittland kommt, muss an unserer Grenze zurückgewiesen werden. Der Staat muss die Ausreisepflicht durchsetzen. Unternehmen müssen steuerlich entlastet werden und weniger belastenden Regularien ausgesetzt werden. Die Unternehmen brauchen wieder eine zuverlässige und planbare Politik. Das erhält und schafft Arbeitsplätze. Wir bringen eine Agenda für die Fleißigen auf den Weg, u.a. eine Senkung der Einkommensteuer durch einen flacheren Tarifverlauf, die Freistellung von Überstundenzuschlägen und die Erhöhung der Pendlerpauschale. Faulenzern und denjenigen, die unser Sozialhilfesystem missbrauchen, sagen wir den Kampf an. Es geht darum, dass diejenigen, die selbst durch ihre eigene Arbeitskraft ihren Lebensunterhalt erzielen können, auch wieder arbeiten gehen.
BBB: Mit welchen konkreten Problemen konfrontieren Sie die Menschen in Ihrem Wahlkreis und wie wollen Sie aus Berlin an deren Beseitigung mitwirken?
Seif: Mein Wahlkreis ist sehr vielschichtig.
„Ein unvergesslicher Tag in Berlin“
(tg) Vor wenigen Wochen wurde Fatih Türk eine große Ehre zuteil. Aus den Händen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhielt der Vorsitzende der Sport- und Bildungsschule Kahramanlar – Die Brühler Helden in Berlin das Bundesverdienstkreuz. Im Brühler Bilderbogen erinnert er sich gerne an diesen „unvergesslichen Tag“.
Fast hätte Fatih Türk das große Ereignis verpasst. Denn der Brief mit der Einladung lag bei ihm einige Tage ungeöffnet in der Wohnung herum. „Ich habe ihn erst zehn Tage später geöffnet und gerade noch rechtzeitig zugesagt“, erinnert sich der 39-Jährige lachend. Völlig ahnungslos und verblüfft war er, obwohl es aus seinem Umfeld die eine oder andere Andeutung gab, dass etwas Großes bevorstehen würde. „Aber damit habe ich nicht gerechnet.“

Die Regularien besagen, dass Kandidaten für die Auszeichnung von mehreren Menschen vorgeschlagen werden müssen und dies begründet werden muss. „Ich weiß auch zwei Monate später noch nicht sicher, wer mich vorgeschlagen hat“, sagt Fatih Türk. Sehr, sehr stolz habe ihn das gemacht. Und ganz pragmatisch wie er ist, hat er dann die Anreise nach Berlin organisiert und es auch geschafft, die Zahl seiner bei der Zeremonie zuschauen dürfenden Besucher von vier auf sieben zu erhöhen.
Der Brühler Schachklub veranstaltet vom 14.2. bis 16.2.25 in der Halle des Clemens-August-Forums die 3. Internationale Brühler Open. An drei Tagen werden fünf Spielrunden stattfinden. Über 320 Anmeldungen lagen Ende Januar schon vor. Es gibt bereits eine Warteliste. Aus ganz Deutschland und über zehn Ländern kommen die Teilnehmer, darunter sind zwei Schach-Großmeister und fünf Internationale Meister. Dem Sieger winkt ein Preisgeld von 1.200 Euro.

„Über 30 ehrenamtliche Helfer engagieren sich bei der Ausrichtung des Turnieres“, berichtet Friedhelm Heuser, der 1. Vorsitzende des Brühler Schachklubs, der mit rund 130 Mitgliedern zu den größten Schachvereinen der Region zählt. Vom Brühler Schachklub werden wieder rund 20 Spieler im Alter zwischen 11 und 92 Jahren beim Turnier an den Brettern sitzen.
Seit drei Jahren ist Brühl offiziell eine Fair Trade Stadt. Gerade erst wurde der Status erneut bestätigt. Über 30 Akteure aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Kirche machen mit und handeln mit Fair Tade Produkten. Der Brühler Bilderbogen stellt sie in der Serie vor.
Wer sich in Brühl umfassend über den Fairen Handel schlau machen möchte, wird bei der Verbraucherzentrale NRW bestens informiert. Im Rahmen der Umweltberatung klärt Eva Hahnau die Rat suchenden Menschen auf. „Viele Produkte unseres täglichen Lebens stammen überwiegend aus dem globalen Süden: vor allem Lebensmittel wie Kaffee, Kakao oder Bananen, aber auch Agrar-Rohstoffe wie Baumwolle oder Textilien“, sagt die 32-Jährige. „Die Produzenten wie Kleinbauern und Plantagenarbeiter leiden meist unter schlechten und fragwürdigen Arbeitsbedingungen. Dabei werden viele Menschen und leider auch Kinder ausgebeutet, das Geld reicht oft nicht für den eigenen Lebensunterhalt. Zusätzlich leiden sie unter den Folgen des Klimawandels, den sie nicht selbst verursacht haben.“

Diesen schlechten Bedingungen wollen die Fair Trade-Organisationen einen Riegel vorschieben. Dafür wurden gemeinsame Fair-Handels-Grundsätze entwickelt: Den Produzentenkooperativen werden u.a. Prämien ausgezahlt, sie erhalten Vorfinanzierungen für die nächste Ernte und langfristige Abnahmeverträge für ihre Produkte. Auch durch die Zahlung von Tariflöhnen und Einhaltung von Arbeitsschutznormen erhalten die Produzenten mehr Sicherheit. „Durch den Kauf von fairgehandelten Produkten können wir alle dazu beitragen, den ausbeuterischen Handel zu stoppen und die Welt ein bisschen besser machen“, meint Eva Hahnau.
Bei der Verbraucherzentrale in Brühl sind einige Flyer und Informationsbroschüren erhältlich. Gelegentlich finden auch Workshops statt. Auf der Homepage (https://www.verbraucherzentrale.nrw) finden sich zahlreiche Artikel und Informationen.
Jedes Jahr im September wird bundesweit die Faire Woche veranstaltet, bei der auch die Verbraucherzentrale mit einer Aktion oder einem Infostand vertreten ist. Und in den eigenen vier Wänden wird für den Eigenbedarf selbstverständlich auch fairer Kaffee oder Tee ausgeschenkt und faire Schokolade gegessen.
Verbraucherzentrale NRW, Carl-Schurz-Straße 1, 50321 Brühl, Telefon 02232/2068701
Kaffeenote
Seit fünf Jahren betreibt Dimitrios Zisimou auf der Uhlstraße 34 erfolgreich das Kaffeehaus „Kaffeenote“, zu dem auch noch die „Eisstube“ auf der gegenüber liegenden Straßenseite gehört. Schon ab 9 Uhr lädt das Café zum Frühstück ein. Es gibt eine große Auswahl an Frühstücksangeboten (auch vegan), mittags werden „Moderne Kreationen“ angeboten. Weiterhin sind frische Waffeln und täglich eine wechselnde Kuchenauswahl beliebt.

Weiterlesen: Fair Trade Stadt Brühl - Diese Läden gehören dazu
Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)
Vor 705 Jahren Brühl wird verpfändet

Im Laufe der Stadtgeschichte hat Brühl viel erlebt, und immer wieder standen neue Ereignisse im Fokus, so auch am 11. Februar 1320. An diesem Tag wurde Brühl als ganze Stadt zum Pfandobjekt. Im Zuge von Streitigkeiten zwischen dem Erzbischof Heinrich II. von Virneburg und der Stadt Köln wurde unsere Heimatstadt zum Spielball der Parteien. Damit dem „teuren“ Pfande auch kein Schaden geschehen möge, wurde Graf Johann von Sponheim beauftragt, für den Schutz vor Orte zu sorgen. Hierzu hielt dieser auf der Burg eine ständige Besatzung von 20 Fußsoldaten vor. Selbstverständlich war dieser Schutz keinesfalls eine edle Geste des Pfandherren, vielmehr mussten unsere Vorväter diesen
Sicherheitsdienst gebührend bezahlen. 1000 Mark waren jährlich in ungemünztem Silber zu entrichten.
Vor 490 Jahren Tod auf dem Scheiterhaufen
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