Jahrgang 2025
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Liebe Leser,
seit 1981 verwandelt sich die Innenstadt in der Weihnachtszeit rund um den Markt in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf, das von Tausenden Lichtern angestrahlt und einem großen, herrlich geschmückten Tannenbaum überragt wird. Auch in diesem Jahr prägen bis zum 23.12. wieder rund 40 phantasie- und liebevoll gestaltete Stände das Bild der Brühler City. Allen Gästen von nah und fern bietet er täglich von 11 bis 20 Uhr ein reichhaltiges Angebot, das von nützlichen Gebrauchsartikeln über nostalgischen wie originellen Weihnachtsschmuck für zu Hause bis hin zu den vielfältigen Geschenkideen aus den Werkstätten des Kunsthandwerks, alles hat, was das Herz begehrt. 

Eine ausgesuchte Gastronomie mit deftigen und süßen Speisen und heißem Glühwein für große und Kinderpunsch für kleine Gäste runden das Angebot ab. Dazu gibt es auch jeweils von Donnerstag bis Sonntag ein vielfältiges Bühnenprogramm. Am 4. Advent, 21. Dezember, ist weiterhin verkaufsoffener Sonntag. 

Viel Zuspruch erfuhr in den beiden letzten Jahren bereits auch die Aktion „Heiligabend in guter Gesellschaft“ von Angelika Hünerbein, Rita Vey, Charlotte Weber und anderen. Wieder wird das Team um die engagierten Helferinnen im Begegnungszentrum margaretaS ab 15 Uhr ein tolles Programm mit Musik, Gesang, Kaffee und Plätzchen sowie einem Drei-Gang-Menü für all diejenigen kostenlos anbieten, die ansonsten den Heiligabend alleine verbringen müssten. Lesen Sie unser Interview auf Seite 10. 
Wir freuen uns, dass wir in den vergangenen zwölf Monaten so engagiert und treu von unseren vielen langjährigen Partnern unterstützt wurden und bedanken uns ganz herzlich bei ihnen.

Wir wünschen Ihnen allen eine wunderbare Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die neue Einzelausstellung Headless von Marianna Simnett (*1986, lebt und arbeitet zwischen Berlin und New York) im Max Ernst Museum Brühl des LVR vereint neue und frühere Werke der Künstlerin und umfasst sieben Jahre ihres künstlerischen Schaffens. In ihren traumartigen Bildwelten, der Erforschung des Unbewussten und der Ablehnung von Rationalität und Logik zeigt sich eine enge Verbindung zum Surrealismus. Die Ausstellung versammelt Simnetts multidisziplinäre Werke aus Malerei, Skulptur, Video, Künstlicher Intelligenz und Musik. Es entsteht ein zugleich verstörendes und verführerisches Labyrinth aus zersplitterten Realitäten und unheimlichen Begegnungen.

Der Titel der Ausstellung Headless ist eine Hommage an Max Ernst und seinem ersten Collageroman La femme 100 têtes (Die hundertköpfige kopflose Frau) aus dem Jahr 1929 entlehnt.

Es dürfte nur wenige Anlässe im Jahr geben, zu denen es eine größere Vielfalt an ganz unterschiedlichen Liedern gibt, als an Weihnachten. Es gibt besinnliche deutsche Weihnachtslieder, es gibt heitere, klassische. Es gibt weihnachtliche Popmusik bevorzugt auf englisch oder spanisch und internationale Dauerbrenner. Es ist für jeden etwas dabei.
Im digitalen Zeitalter können ganz einfach Playlisten bei Spotify gespielt werden. Manchmal hilft Alexa. Die älteren Semester legen lieber Schallplatten auf oder eine CD ein. So vielfältig wie das Angebot an Weihnachtsliedern, so vielfältig waren auch die Antworten bei unserer Umfrage in Brühl. Rund zwanzig verschiedene Titel wurden aus allen Altersschichten genannt, vom Kindergartenkind bis zu Senioren. So steigt die Vorfreude auf das Fest der Liebe.


Rita Vey:

„Kommet ihr Hirten“. Die Liebe und Freude über die Geburt Christi wird dabei gefühlt und weitergegeben. Das Lied singe ich immer aus vollem Herzen mit.

Angelika Hünerbein:

„Stille Nacht“ verkörpert für mich alles, was Weihnachten ausmacht. Das Lied bringt mich an einer bestimmten Stelle immer zum Weinen, weil viele persönliche Erinnerungen hochkommen.

Angelika Stolze-Caster:

Ich höre mir gerne das Bach-Weihnachtsoratorium an. Das kann ich auch gut mitsingen.

Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff gibt ein Konzert am Samstag, den 6. Dezember um 19 Uhr in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums. 1921 wurde der Don Kosaken Chor durch den legendären Serge Jaroff gegründet. Diese Tradition ausdrucksstarker, liturgischer Gesänge pflegt auch das heutige Ensemble und bringt sowohl sakrale Klänge aus der russisch-orthodoxen Kirche als auch bekannte russische Volksweisen und klassische Chorwerke zur Aufführung.

Der Chor besteht ausschließlich aus ukrainischen Sängern und hat unter seinem künstlerischen Leiter Wanja Hlibka unzählige begeisterte und treue Zuhörer. Die Konzerte in Konzertsälen, in großen und kleineren Kirchen, sind inzwischen wohl mit dem Begriff »Kult« zu umschreiben und werden überall mit stehenden Ovationen gefeiert. Ein musikalisches Fest großer Stimmen und inniger Gesänge erwartet die Zuhörer.

„Es fühlt sich einfach nur gut an“, sagt die Brühler Musikerin Susanne Riemer, denn gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Wilhelm Geschwind (Foto von Foto: Dustin Leenen) arbeitet sie seit eineinhalb Jahren mit dem renommierten Musikproduzenten Helmuth Rüssmann an ihren Stücken. Helmuth Rüssmann hat viele Künstler in seinem Studio aufgenommen und produziert wie zum Beispiel Brings, Querbeat, Wolfgang Petry, Bläck Fööss, Jürgen Drews und Bap und viele mehr. Stücke wie “Kölsche Jung“, „Verdamp lang her“ und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“ sind dort entstanden.

Nun sitzen die drei gemeinsam in Susannes Proberaum oder im Rüssmann-Studio in Hennef und basteln an einem entspannten „Latin- und Lounge“ -Sound mit frischer kölscher Poesie. „Chille en Kölle“ heißt das Ergebnis und der erste Song „Fraulück vun Hück“ ist gerade auf allen Musikportalen erschienen. Susannes Lieder bestechen durch ungewöhnliche aber eingängie Melodien, die unverhofft alle Tonarten kreuzen und dadurch schwebend durch die Luft gleiten.

Zum Abschluss der Kunstausstellung Märchen-, Sagen- Zauberwelten präsentiert am 2. Advent, Sonntag, dem 7. Dezember, „Rise&Shine“ ein spirituelles Mitsingkonzert in der Zeit von 16 Uhr bis 17 Uhr im Hause BRÜNEO, Marie-Curie-Straße 3, Brühl.

Passend zur Jahreszeit werden Gospels, Spirituals, Mantren und heilsame Singkreis- und Friedenslieder aus verschiedenen Kulturen gesungen.

„Irish Folk ist unser Alleinstellungsmerkmal“!

Celtic Fire gehört zu den aktivsten Brühler Bands. Zehn bis zwölf Auftritte pro Jahr sind keine Seltenheit für die vor fast neun Jahren gegründete Band, die vor allem Konzerte in Gaststätten in einer intimeren Atmosphäre gibt. Die Band sucht nicht die ganz großen Bühnen, sondern fühlt sich in Kneipen und bei Festen am wohlsten. Am 13. Dezember gastiert sie zur „Thekenprobe“ im status quodt.

„Wir, drei Jungs und ein Mädel im allerbesten Alter, spielen traditionelle Folksongs aus Irland und Schottland. Ob im Pub in Irland, Open Air, im Wohnzimmer oder in der Kneipe, gespielt wird, wo es mit Gesang, Fiddel, Gitarre, Akkordeon und Bass Spaß macht“, stellt sich Celtic Fire auf ihrem Facebook-Account vor.

Buchtipp von Berenike Wannenmacher-Ginter von der Buchhandlung Brockmann: Wunderbare Weihnachtszeit – Ein Hausbuch mit Geschichten, Liedern und Gedichten: 26 Euro. Von Almud Kunert und Sophie Köhler.

Ein ganz besonderes Bilderbuch für die ganze Familie, ein Sammelsurium aus Vorlesegeschichten, Liedern und Gedichten.

Vor zwei Jahren wurde von Angelika Hünerbein, Rita Vey, Charlotte Weber und anderen die Idee geboren, im Begegnungszentrum margaretaS in Brühl die über Spenden finanzierte, kostenlose Veranstaltung „Heiligabend in guter Gesellschaft“ ins Leben zu rufen. Alle Menschen aus Brühl, die den Heiligabend lieber in Gesellschaft statt alleine verbringen wollten, waren eingeladen, gemeinsam am 24. Dezember von 15 bis 20 Uhr einen schönen Nachmittag und Abend zu verbringen.

Die Resonanz war so überwältigend, dass nach der Premiere im Jahr 2023 und der Wiederholung im Jahr 2024 die Weihnachtsfeier der besonderen Art auch in diesem Jahr wieder stattfindet. „Im ersten Jahr spricht man noch von einer Innovation, im zweiten von Tradition und ab dem dritten Jahr von Brauchtum“, lacht Angelika Hünerbein. „Wir würden uns freuen, wenn wir Heiligabend in guter Gesellschaft für viele weitere Jahre fest in Brühl etablieren könnten. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Rita Vey und der neu dazu gestoßenen Angelika Stolze-Caster sprach sie über das Programm in diesem Jahr.

BBB: Frau Hünerbein, stellen Sie unseren Lesern doch bitte noch einmal die Idee und das Konzept von Heiligabend in guter Gesellschaft vor.
Angelika Hünerbein: An keinem anderen Tag im Jahr können sich alleinstehende Menschen so einsam fühlen wie an Heiligabend. Dem wollen wir abhelfen.

Kürzlich wurden in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen fünf Preisträger im Rahmen der landesweiten Kampagne „GrenzenLOS aktiv im Sport“ ausgezeichnet. Unter ihnen auch Fatih Türk, Vorsitzender von Kahramanlar – Die Brühler Helden e. V., der für sein herausragendes Engagement im Bereich Integration durch Sport geehrt wurde.

Ziel der Initiative „GrenzenLOS aktiv im Sport“ ist es, das vielfältige Engagement von Menschen mit Migrationsbiografie im Sport sichtbar zu machen und zu würdigen.

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