Jahrgang 2026
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Liebe Leser,

die Karnevalssession steuert auf ihren Höhepunkt zu. Traditionell läutet der Nachbarschaftsumzug in Brühl-Ost am 7. Februar den Straßenkarneval ein. Danach geht es vom 13. bis 17. Februar Schlag auf Schlag weiter mit den Stadtteilumzügen in Schwadorf, Badorf, Vochem, Pingsdorf, Heide und Brühl-West. Den Höhepunkt des Straßenkarnevals bildet dann zweifellos der „Närrischer Elias“ in der Brühler Innenstadt am Sonntag, 15. Februar ab 12:30 Uhr. Darauf freut sich schon seit Wochen das Kinderdreigestirn mit Prinz Phil, Bäuerin Hannah und Jungfrau Mia. Sie hatten in dieser Session ein paar mehr Auftritte zu absolvieren, da es in diesem Jahr leider kein Erwachsenen-Dreigestirn gab. Die drei schlagfertigen, selbst ernannten „Sandwichkinder“ haben das super hinbekommen und damit den „Karneval in Brühl ein bisschen gerettet“, wie sie uns im persönlichen Gespräch augenzwinkernd berichteten.

Der Februar steht aber nicht nur im Zeichen des unbeschwerten rheinischen Karnevals. Am 24. Februar nähert sich der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine bereits zum vierten Mal. Aus diesem traurigen Anlass finden in Brühl gleich zwei wichtige Termine statt. Zum einen gibt es am 24. Februar in der Schlosskirche in Brühl ein Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der russischen Invasion. Alle, denen das Datum nicht gleichgültig ist, sind herzlich eingeladen, an diesem Gottesdienst teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen für Menschlichkeit, Mitgefühl und Verbundenheit zu setzen.

Einen Tag zuvor, am 23. Februar, zeigt das Blau-Gelbe Kreuz Brühl/Erftstadt im Begegnungszentrum margaretaS um 18:30 Uhr den eindringlichen Dokumentarfilm „Kherson Human Safari“ von Zarina Zabrisky, der während des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gedreht wurde. Sie erzählt von Zivilisten aus der ukrainischen Stadt Cherson, die von Drohnen gejagt, vom Krieg vertrieben und durch ihren Widerstand vereint werden.

Am 11. Februar gibt es auch die 2. Auflage des neuen Kulturformats „Kunst gegen Bares“.  Bei der Premiere im Januar konnten wir uns bereits davon überzeugen, wieviel Potenzial in dem Format steckt. Mehr darüber lesen Sie auf Seite 10.  

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Lektüre des neuen Bilderbogens.

Ihr Team vom 
Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22 
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In diesem Jahr wird die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben, das Dutzend wird vollgemacht. Vom 8. bis 15. März steigt die 12. Brühler Frauenwoche. Viele langjährige Wegbegleiterinnen sind wieder mit beliebten, meist kostenfreien Angeboten dabei. Darüber hinaus dürfen die Frauen auf neue Workshops, Schnupperkurse und Vorträge gespannt sein. „Feiern Sie das Frausein beim Mitsingkonzert am Internationalen Weltfrauentag, lernen Sie die engagierten Vorstandsvorsitzenden der Initiative Keinkauf e.V. kennen oder informieren Sie sich über die Arbeit des Frauenhauses und den aktuellen Stand zum Gewalthilfegesetz“ rät Bürgermeister Dr. Marc Prokop in seinem Grußwort.

„Wie wollen Frauen in Brühl leben, wie können sie das Stadtleben mitgestalten? Tauschen Sie sich darüber in einem Erzählcafé aus. Kochen Sie mit anderen Interessierten ihr eigenes Süppchen (in diesem Fall mit gesunden Kräutern) oder lauschen Sie dem Impulsvortrag zum Thema traditionelle männliche Rollenbilder in der Erziehung.

Die Jecken im Rheinland und in Brühl fiebern dem Höhepunkt der Session entgegen. Bald beginnen wieder die tollen Tage mit Weiberfastnacht, den vielen Parties und den Karnevalszügen mit dem Höhepunkt des Närrischen Elias am 15. Februar. Schon zuvor haben die Närrinnen und Narren ihre Kostüme bestimmt und in den Karnevalssitzungen getragen. Manche Jecke wählen aus einem eigenen kleinen Fundus, andere suchen sich für die neue Session etwas Neues aus. Nicht selten werden die Kostüme mit viel Liebe selbst genäht. Wir wollten es genauer wissen und haben uns Mitte Januar zum Tanzsportzentrum begeben, wo die große Damensitzung der Schloßgarde der Stadt Brühl stattfand. Dort konnten wir die schönsten Kostüme bewundern und uns kurz die Geschichte dahinter erzählen lassen.




Die „Pyjama Girls“:

Wir sind in diesem Jahr die Pyjama Girls aus Brühl und suchen uns immer neue Kostüme aus. Wir haben online auf Pinterest nach Ideen gesucht und fanden die Pyjamas eine tolle Idee. Wir sind eine große Gruppe und haben eine Sammelbestellung aufgegeben. Und auf die Kostüme haben wir dann Sticker aufgebügelt.

Heimspiel für Calibre Infinite: Die Band mit Brühler Wurzeln spielt am 6. März in der Galerie am Schloss. Musikalisch verbindet die Band modernen Metal mit großen Melodien, atmosphärischen Klangflächen und emotionaler Tiefe. Inhaltlich geht es um das, was im Kopf und im Herzen passiert: mentale Gesundheit, innere Kämpfe, Zweifel, Verlust – aber auch Hoffnung und Weitergehen.

Was Calibre Infinite besonders macht, ist die spürbare Ehrlichkeit: Die Songs wirken nicht wie Konzepte, sondern wie echte Erfahrungen. Musik als Ventil, als Verarbeitung, als Dialog mit sich selbst – und gleichzeitig als Einladung an das Publikum, sich darin wiederzufinden.

Am Sonntag, dem 8. März 2026 beginnt die erste Ausstellung der Aachener Künstlerin Monika Radhoff-Troll im Brühler Kunstverein. Sie hat ihre Ausstellung „Substanz und Struktur – Materialdialoge in der Konkreten Kunst” genannt.

Monika Radhoff-Troll verwendet für ihre installativen Objekte Plastiktüten, die sie in schmale Streifen zerschneidet und neu zusammensetzt. Tüten der „The New York Times”, „Monopol” oder „Washington Post” werden in handwerklicher Tradition aufwendig geknüpft und so zu zeitgenössischen Formen eines Wandteppichs oder Kissens verwandelt. Die ehemaligen Plastiktüten werden zu neuen, sinnlich erfahrbaren Objekten, deren kommerzieller Ursprung kaum mehr erkennbar ist – farbenprächtig bunt oder in monochromen Tönen.

Das 56. Max Ernst-Stipendium der Stadt Brühl wurde dem 30-jährigen Video- und Installationskünstler Fynn Ribbeck zugesprochen. Der 1995 in Lennep geborene Künstler studierte zunächst von 2013 bis 2021 in Düsseldorf, zuletzt als Meisterschüler von Professorin Dominique Gonzalez-Foerster. Zurzeit ist er an der Kunsthochschule für Medien Köln immatrikuliert.

In ihrer Sitzung begutachtete die Fachjury, die unter dem Vorsitz des Kunsthistorikers Dr. Dirk Teuber tagte, 48 der ursprünglich 262 eingereichten Bewerbungen. Unter den vielfältigen Positionen stachen die Arbeiten des diesjährigen Gewinners besonders hervor. In ihrer Begründung lobt die Jury, der erstmals auch der neue Brühler Bürgermeister Dr. Marc Prokop angehörte, die außergewöhnliche Qualität der Videoarbeiten und die in physische Körper übersetzten Skulpturen, die teils auf digitalen Bildern aus den filmischen Arbeiten basieren.

„Die Sandwich-Kinder als Karnevalsretter“

(tg) Vor genau 40 Jahren schon forderte Herbert Grönemeyer in einem Lied: „Kinder an die Macht“. Im Brühler Karneval 2026 wird dieser Wunsch nun tatsächlich erfüllt. Denn das Kinderdreigestirn mit Prinz Phil I., Bäuerin Hannah und Jungfrau Mia wird ab Weiberfastnacht die Stadtschlüssel von Bürgermeister Dr. Marc Prokop übernehmen, ganz egal wie sehr er sich auch dagegen wehrt. So viel steht fest. Und dann wird noch einmal sechs Tage lang durchgefeiert.
Phil, Hannah und Mia sind alle drei erst zehn Jahre alt, doch sie haben es bereits faustdick hinter den Ohren und wissen Bescheid. Nachdem die Erwachsenen in dieser Session kein eigenes Dreigestirn stellen konnten, sind nun alle Blicke auf die Kindertollitäten gerichtet.  „Wir stehen bereit“, verkünden sie selbstbewusst und mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Wir wollten zu 100 Prozent das Kinderdreigestirn werden und haben es geschafft.“ Seit drei Jahren kennen sich die drei aus der Tanzgruppe bei den Fidelen Pänz. Dann kam ihnen gemeinsam irgendwann die Idee, zusammen das Kinderdreigestirn bilden zu wollen.

Die Ausstellung „Headless“ von Marianna Simnett (*1986 in London, lebt und arbeitet in Berlin und New York) zeigt erstmals eine umfassende Werkübersicht aus sieben Jahren künstlerischer Praxis. Sie vereint Medien aus unterschiedlichen Schaffensjahren, darunter Skulptur, Video und KI-Arbeiten, die durch das neue malerische Werk ergänzt und miteinander verbunden werden. In traumartigen Bildwelten, der Erforschung des Unbewussten und der Abkehr von Rationalität und Logik zeigt sich eine enge Verbindung zum Surrealismus. Es entsteht ein zugleich verstörender wie verführerischer Kosmos aus zersplitterten Realitäten und unheimlichen Begegnungen.

Der Titel der Ausstellung „Headless“ (Kopflos) ist dem ersten Collageroman von Max Ernst „La femme 100 têtes“ (Die hundertköpfige kopflose Frau) aus dem Jahr 1929 entlehnt, dessen Bildsprache und Ideen sich durch die gesamte Ausstellung ziehen.

Lilli wurde zur ersten „Kapitalistensau“ gekürt 



Bühne frei für die kreativsten Köpfe der Region! Das gefeierte Kulturformat Kunst gegen Bares zieht ab 2026 in die Galerie am Schloss ein. Was in Köln längst Kultstatus hat, verspricht nun auch bei uns unterhaltsame Abende voller Leidenschaft, Witz, Emotionen und purer Kreativität. Entwickelt von dem Künstler Gerd Buurmann begeistert das Veranstaltungskonzept nicht nur seit vielen Jahren in der Nachbarstadt, sondern auch in vielen Teilen von Deutschland.

BBB: Wer hatte die Idee zu „Kunst für Bares“?
Der Autor, Moderator Regisseur und Schauspieler Gerd Buurmann hatte die Idee zu „Kunst gegen Bares“. Am 1. Januar 2007 fand die Premiere im Theater Eifelturm in Köln statt. Seit 2010 ist das artheater in Ehrenfeld die Heimat der Veranstaltung. Jeden Montagabend präsentieren dort die Teilnehmer ihre Kunst. Fast 900 Mal fand die kultige offene Bühne Show bereits statt, nicht nur in Köln, sondern auch in rund 40 Städten in Deutschland. Nun gesellt sich Brühl dazu. Die Eintrittspreise sind mit 10 Euro sehr moderat. Dafür sollen die Besucher fleißig spenden. „Die Kunst sollte uns schon etwas mehr wert sein als ein Big Mäc Menü“, meinte  Gerd Buurmann bei der Premiere in Brühl.

BBB: Wie sieht das Konzept der Show aus?

Verlagssonderveröffentlichung

Buchtipp von Linus Reitz von der Buchhandlung Brockmann: Tamara Leonhard Rock in Peace, 18,50 €

Eine außergewöhnliche Reise durch Wut, Trauer, Hoffnung und ganz viel Musik – mein Jahreshighlight 2025!

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