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Brühler Fragebogen ... mit Rainer Rieger

(tg) Rainer Rieger wurde 1964 in Hürth geboren, hat aber Brühler Wurzeln und verbrachte sein ganzes bisheriges Leben in Brühl. Während seiner Schulzeit am Max Ernst Gymnasium entdeckte er seine Liebe zum Schlagzeugspielen, die vom damaligen Musiklehrer und Schul-Bigband-Leader Lee Chegwidden gefördert wurde. Er spielte in der Bigband und blieb seinem Hobby auch nach dem Abitur im Jahr 1983 treu.

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Anschließend studierte Rainer Rieger Jura in Bonn. „Der Liebe wegen“ zog er 1992 nach Pingsdorf. Während seiner Referendarzeit heiratete er seine Frau Britta. Obwohl er zunächst eigentlich Staatsanwalt werden wollte, wechselte er dann in die Versicherungsbranche und arbeitete als juristischer Berater international bei Schadensregulierungen. Heute ist er Vertragsjurist für Risikobewertungen bei der Liberty Mutual Insurance Group in Köln.

Doch zurück zur Musik. Der Drummer spielt seit zehn Jahren in der „Power House Band“, die den Classic Rock auf die Bühne bringt, sowie in der Brühler Formation „Auszeit“. Mit der Power House Band tritt regelmäßig in Brühl auf und spielte bereits beim Kneipenfestival, im Saal Kuhl oder beim Sommerfest der Fidelen Bröhler. Die Band Auszeit ist schon traditionell die Abschlussnummer auf dem Brühler Weihnachtsmarkt.

Dass ein Drummer dann darüber hinaus auch noch in einem klassischen Männerchor mitsingt und diesen als 1. Vorsitzender führt, dürfte eher ungewöhnlich sein. Doch bei Rainer Rieger ist das der Fall. Seit inzwischen 42 Jahren ist er aktives Mitglied und Sänger (2. Tenor) beim 1897 gegründeten Sängerbund Pingsdorf. Aktuell bereitet sich der Chor auf sein großes Frühjahrskonzert am 18. April um 16 Uhr im Clemens August Forum vor. Das Jahreskonzert in Kooperation mit dem MC Bayer Dormagen und dem Salonorchester verspricht eine bunte Mischung aus Operette, Musical und Schlager zu werden. Solisten sind Sabine Laubach (Sopran) und Andreas Elias Post (Bariton). Die Leitung liegt bei Roland Steinfeld.

„Unser Chor ist besonders, weil unser Chorleiter Roland Steinfeld die Stücke außergewöhnlich zusammenstellt und arrangiert“, sagt Rainer Rieger. „Die Carmina Burana wechselt sich mit Songs von Abba oder Udo Jürgens, aber auch Stücken aus My Fair Lady ab. Dieser Mix kommt beim Publikum sehr gut an“.

Tickets gibt’s zum Preis von 22 Euro u.a. bei der Buchhandlung Brockmann, dem Möbelhaus Binzenbach und bei allen Chormitgliedern.


Ich lebe in Brühl seit ....
meiner Geburt im Jahr 1964. Ich habe in Brühl in Heide und in der Innenstadt gewohnt und lebe seit 1992 in Pingsdorf

Am besten gefallen mir an Brühl ....
dass Brühl eine lebens- und liebenswerte Stadt ist. Brühl ist keine Metropole, hat aber alles, was man braucht: Kultur, Ärzte, Schulen – und Köln ist direkt vor der Tür.

In Brühl vermisse ich ....
Wie überall gibt es natürlich auch in Brühl Themen wie Verkehr der Stadtentwicklung, über die diskutiert wird. Hier vermisse ich einen klaren Plan und mehr Transparenz. Insgesamt überwiegen für mich in Brühl jedoch klar die positiven Seiten.

Mein Lieblingsplatz in Brühl ist ....
der Schlosspark am Schloss Augustusburg und der Markt, wo das Leben pulsiert.

Am Brühler Vereinsleben beteilige ich mich aktiv ....
beim Sängerbund Pingsdorf, bei dem ich auch 1. Vorsitzender bin, und bei den Fidelen Bröhlern.

Von der Kommunalpolitik erwarte ich, ....
dass sie noch stärker auf die Bürger hört und Entscheidungen transparent im Sinne der Bürgerschaft trifft.

Meine Einstellung zur Kirche ist ....
Ich war früher ein solider Kirchgänger, kann mich aber mit dieser Institution nicht mehr identifizieren. Ich bin allerdings immer noch nicht aus der Kirche ausgetreten und frage mich oft, warum eigentlich nicht – ich weiß es nicht.

An den tollen Tagen findet man mich ....
auf den Bühnen als Sänger bei den Falkenjägern und im Straßenkarneval verkleidet am Zugweg. Am Pingsdorfer Zug nehme ich selbst teil. Wir sind dort als MGV-Gruppe unterwegs. In diesem Jahr waren wir Kunstmaler.

Leuten, die Brühl nicht kennen, beschreibe ich die Stadt als ....
außerordentlich lebens- und liebenswerten Ort. Ich bin ein Brühl-Fan. Neben den wirklich schönen Schlössern und der Innenstadt finde ich insbesondere die kulturellen Angebote im Kreis einzigartig.

Am besten abschalten kann ich, ....
wenn ich Musik mache. Ich dilettiere an allen möglichen Instrumenten. Etwas besser spiele ich Schlagzeug. Ich spiele auch gerne in zwei Bands, in der „Powerhouse Band“ und „Auszeit“.

Das letzte Mal so richtig geärgert habe ich mich über ....
die Entscheidung, den Kölner Dom mit Eintrittsgeldern zu belegen – auch wenn ich als Mitglied im Dombauverein vermutlich freien Eintritt hätte.

Mein letzter Kinofilm war ....
„Toni Erdmann“ – das ist allerdings schon eine ganze Weile her.

Mein letztes Buch war ....
„Space Boy“ von Frank Schätzing. Eine lesenswerte Biografie über David Bowie.

Die Ergebnisse des 1. FC Köln interessieren mich, ....
kolossal, denn ich bin Mitglied des Vereins. Meine Leidenschaft für den FC begann in den siebziger Jahren. Zum ersten Mal im Stadion war ich 1974 ausgerechnet bei einer 0:4-Niederlage im Derby gegen Borussia Mönchengladbach.