
Liebe Leser,
seit 1981 verwandelt sich die Innenstadt in der Weihnachtszeit rund um den Markt in ein stimmungsvolles Weihnachtsdorf, das von Tausenden Lichtern angestrahlt und einem großen, herrlich geschmückten Tannenbaum überragt wird. Auch in diesem Jahr prägen bis zum 23.12. wieder rund 40 phantasie- und liebevoll gestaltete Stände das Bild der Brühler City. Allen Gästen von nah und fern bietet er täglich von 11 bis 20 Uhr ein reichhaltiges Angebot, das von nützlichen Gebrauchsartikeln über nostalgischen wie originellen Weihnachtsschmuck für zu Hause bis hin zu den vielfältigen Geschenkideen aus den Werkstätten des Kunsthandwerks, alles hat, was das Herz begehrt.
Eine ausgesuchte Gastronomie mit deftigen und süßen Speisen und heißem Glühwein für große und Kinderpunsch für kleine Gäste runden das Angebot ab. Dazu gibt es auch jeweils von Donnerstag bis Sonntag ein vielfältiges Bühnenprogramm. Am 4. Advent, 21. Dezember, ist weiterhin verkaufsoffener Sonntag.
Viel Zuspruch erfuhr in den beiden letzten Jahren bereits auch die Aktion „Heiligabend in guter Gesellschaft“ von Angelika Hünerbein, Rita Vey, Charlotte Weber und anderen. Wieder wird das Team um die engagierten Helferinnen im Begegnungszentrum margaretaS ab 15 Uhr ein tolles Programm mit Musik, Gesang, Kaffee und Plätzchen sowie einem Drei-Gang-Menü für all diejenigen kostenlos anbieten, die ansonsten den Heiligabend alleine verbringen müssten. Lesen Sie unser Interview auf Seite 10.
Wir freuen uns, dass wir in den vergangenen zwölf Monaten so engagiert und treu von unseren vielen langjährigen Partnern unterstützt wurden und bedanken uns ganz herzlich bei ihnen.
Wir wünschen Ihnen allen eine wunderbare Vorweihnachtszeit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
Telefon 0 22 32 / 15 22 22
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Es dürfte nur wenige Anlässe im Jahr geben, zu denen es eine größere Vielfalt an ganz unterschiedlichen Liedern gibt, als an Weihnachten. Es gibt besinnliche deutsche Weihnachtslieder, es gibt heitere, klassische. Es gibt weihnachtliche Popmusik bevorzugt auf englisch oder spanisch und internationale Dauerbrenner. Es ist für jeden etwas dabei.
Im digitalen Zeitalter können ganz einfach Playlisten bei Spotify gespielt werden. Manchmal hilft Alexa. Die älteren Semester legen lieber Schallplatten auf oder eine CD ein. So vielfältig wie das Angebot an Weihnachtsliedern, so vielfältig waren auch die Antworten bei unserer Umfrage in Brühl. Rund zwanzig verschiedene Titel wurden aus allen Altersschichten genannt, vom Kindergartenkind bis zu Senioren. So steigt die Vorfreude auf das Fest der Liebe.

Rita Vey:
„Kommet ihr Hirten“. Die Liebe und Freude über die Geburt Christi wird dabei gefühlt und weitergegeben. Das Lied singe ich immer aus vollem Herzen mit.
Angelika Hünerbein:
„Stille Nacht“ verkörpert für mich alles, was Weihnachten ausmacht. Das Lied bringt mich an einer bestimmten Stelle immer zum Weinen, weil viele persönliche Erinnerungen hochkommen.
Angelika Stolze-Caster:
Ich höre mir gerne das Bach-Weihnachtsoratorium an. Das kann ich auch gut mitsingen.
Weiterlesen: Umfrage: Welche Lieder hören oder singen Sie am liebsten an Weihnachten?
„Es fühlt sich einfach nur gut an“, sagt die Brühler Musikerin Susanne Riemer, denn gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Wilhelm Geschwind (Foto von Foto: Dustin Leenen) arbeitet sie seit eineinhalb Jahren mit dem renommierten Musikproduzenten Helmuth Rüssmann an ihren Stücken. Helmuth Rüssmann hat viele Künstler in seinem Studio aufgenommen und produziert wie zum Beispiel Brings, Querbeat, Wolfgang Petry, Bläck Fööss, Jürgen Drews und Bap und viele mehr. Stücke wie “Kölsche Jung“, „Verdamp lang her“ und „Verlieben, verloren, vergessen, verzeihen“ sind dort entstanden.

Nun sitzen die drei gemeinsam in Susannes Proberaum oder im Rüssmann-Studio in Hennef und basteln an einem entspannten „Latin- und Lounge“ -Sound mit frischer kölscher Poesie. „Chille en Kölle“ heißt das Ergebnis und der erste Song „Fraulück vun Hück“ ist gerade auf allen Musikportalen erschienen. Susannes Lieder bestechen durch ungewöhnliche aber eingängie Melodien, die unverhofft alle Tonarten kreuzen und dadurch schwebend durch die Luft gleiten.
„Irish Folk ist unser Alleinstellungsmerkmal“!

Celtic Fire gehört zu den aktivsten Brühler Bands. Zehn bis zwölf Auftritte pro Jahr sind keine Seltenheit für die vor fast neun Jahren gegründete Band, die vor allem Konzerte in Gaststätten in einer intimeren Atmosphäre gibt. Die Band sucht nicht die ganz großen Bühnen, sondern fühlt sich in Kneipen und bei Festen am wohlsten. Am 13. Dezember gastiert sie zur „Thekenprobe“ im status quodt.
„Wir, drei Jungs und ein Mädel im allerbesten Alter, spielen traditionelle Folksongs aus Irland und Schottland. Ob im Pub in Irland, Open Air, im Wohnzimmer oder in der Kneipe, gespielt wird, wo es mit Gesang, Fiddel, Gitarre, Akkordeon und Bass Spaß macht“, stellt sich Celtic Fire auf ihrem Facebook-Account vor.
Vor zwei Jahren wurde von Angelika Hünerbein, Rita Vey, Charlotte Weber und anderen die Idee geboren, im Begegnungszentrum margaretaS in Brühl die über Spenden finanzierte, kostenlose Veranstaltung „Heiligabend in guter Gesellschaft“ ins Leben zu rufen. Alle Menschen aus Brühl, die den Heiligabend lieber in Gesellschaft statt alleine verbringen wollten, waren eingeladen, gemeinsam am 24. Dezember von 15 bis 20 Uhr einen schönen Nachmittag und Abend zu verbringen.

Die Resonanz war so überwältigend, dass nach der Premiere im Jahr 2023 und der Wiederholung im Jahr 2024 die Weihnachtsfeier der besonderen Art auch in diesem Jahr wieder stattfindet. „Im ersten Jahr spricht man noch von einer Innovation, im zweiten von Tradition und ab dem dritten Jahr von Brauchtum“, lacht Angelika Hünerbein. „Wir würden uns freuen, wenn wir Heiligabend in guter Gesellschaft für viele weitere Jahre fest in Brühl etablieren könnten. Zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Rita Vey und der neu dazu gestoßenen Angelika Stolze-Caster sprach sie über das Programm in diesem Jahr.
BBB: Frau Hünerbein, stellen Sie unseren Lesern doch bitte noch einmal die Idee und das Konzept von Heiligabend in guter Gesellschaft vor.
Angelika Hünerbein: An keinem anderen Tag im Jahr können sich alleinstehende Menschen so einsam fühlen wie an Heiligabend. Dem wollen wir abhelfen.
Weiterlesen: Fünf Fragen an: das Helferteam von „Heiligabend in bester Gesellschaft“
Kürzlich wurden in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen fünf Preisträger im Rahmen der landesweiten Kampagne „GrenzenLOS aktiv im Sport“ ausgezeichnet. Unter ihnen auch Fatih Türk, Vorsitzender von Kahramanlar – Die Brühler Helden e. V., der für sein herausragendes Engagement im Bereich Integration durch Sport geehrt wurde.

Ziel der Initiative „GrenzenLOS aktiv im Sport“ ist es, das vielfältige Engagement von Menschen mit Migrationsbiografie im Sport sichtbar zu machen und zu würdigen.
Weiterlesen: „GrenzenLOS aktiv im Sport“ Fatih Türk ausgezeichnet
Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902-1991)
Vor 110 Jahren
Krankenhauserweiterung

Am 16. Dezember 1915 erweiterte Richard Bertram das Areal des inzwischen verwirklichten Krankenhausbaus in Brühl durch Zukauf des benachbarten Garten der Geschwister Nonnen zum Preis von 12.500 Mark. Der seinerzeit vorgetragene Einspruch der Stadt Brühl vor der Bezirksregierung in Köln blieb zum Glück ohne Erfolg. Als Begründung gab Bürgermeister Heinrich Tück an, dass die Stadt durch den Verkauf einen erheblichen Schaden durch den Ausfall von Straßenbaugebühren erleiden werde.

Das Brühler ZOOM Kino gehört weiterhin zu den besten Kinos nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern sogar in ganz Deutschland. Wieder bekam es gleich mehrere Auszeichnungen für sein tolles Kinoprogramm. Bei der Preisverleihung in Karlsruhe nahm Angelika Nieling (Foto) vom ZOOM Team die Auszeichnungen das herausragende Jahresprogramm (7.500 Euro) sowie für das besondere Kurzfilmprogramm (2.500 Euro).

Zudem war das ZOOM Kino auch wieder dabei, als die Film- und Medienstiftung NRW zum 35. Mal Kinobetreibende in Nordrhein-Westfalen für ihre eindrucksvolle Arbeit mit dem Kinoprogrammpreis ehrte.
(tg) Marion Köhler wurde 1961 im kleinen Örtchen Braubach bei Lahnstein in Rheinland-Pfalz geboren. Von ihrem Vater, der im Nebenamt Organist im gleichen Ort war, stammt ihre früh entwickelte Liebe zum Klavier- und später Orgelspielen. Mit sechs Jahren bekam sie bereits Klavierunterricht. Da sie sich dabei nach eigener Einschätzung „nicht allzu doof“ anstellte, war dann „sobald meine Beine lang genug waren, um an die Pedaltasten zu gelangen“ der Sprung zum Orgelspiel nicht mehr weit.

Mit 16 Jahren ging sie von der Schule ab und besuchte fortan die Musikhochschule in Köln. „Mit 21 Jahren war ich fertig“, sagt Marion Köhler stolz. Sie konnte sofort danach aus zwei attraktiven Jobangeboten wählen und entschied sich für die Evangelische Militärkirchengemeinde St. Stephanus in Munster/Niedersachsen. Dort lernte sie beim „Panzerball“ ihren Mann Wolfgang kennen und lieben. Sie heirateten bekamen sieben Kinder – vier Jungs und drei Mädchen – und landeten nach weiteren Stationen in u.a. Koblenz, Hamburg und Verona im Jahr 1997 in Brühl. Bis heute fühlt sich die Familie hier wohl. Marion Köhler fand schnell Anschluss und Arbeit. Zunächst als Vertretung in Sürth und Bayenthal, dann in Brühl, als an der Johanneskirche eine Stelle frei wurde.
Seitdem ist die Kantorin „sehr zufrieden“ in Brühl. Die Kantoreiarbeit hat sie im Mai an Ruth Dobernecker abgegeben und ihre Stundenzahl reduziert. Marion Köhler hat sich nun auf die Projektarbeiten konzentriert, „in der singende Menschen Lust darauf haben, für eine begrenzte Zeit zu proben. Nach sehr erfolgreichen Projekten mit teilweise umgetexteten Songs der Beatles, von Abba oder Queen steht im Februar zum Karnevalsgottesdienst ein Special mit kölschen Liedern an. „Die Proben machen viel Spaß, wir haben auch Zeit zum Quatschen und gemeinsamen Essen“, sagt Marion Köhler.
In der Vorweihnachtszeit gibt es vier Adventskonzerte in der Christuskirche. Für das am 4. Advent am 21. Dezember zeichnet sie verantwortlich. Es ist ein Konzert mit dem ukrainischen Flüchtlingschor „Namysto“, bei dem schöne ukrainische und deutsche Weihnachtslieder gesungen werden.
Im Sommer organisiert sie zudem die Konzertreihe „Sommerkirche“, zu der Solisten oder auch Ensembles eingeladen werden. Und das alles neben ihrer Tätigkeit als Organistin bei den regelmäßigen Gottesdiensten, Schul- und
Seniorengottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen wie Trauungen, Taufen und Beerdigungen, Abendmusiken, Gemeindefeiern und - festen.
Ich lebe in Brühl seit ....
dem Jahr 1997, aktuell in Brühl-Süd.

Liebe Leser,
die Winterzeit hat uns wieder, Brühl hat mit Dr. Marc Prokop einen neuen Bürgermeister und der Jahresendspurt hat so langsam begonnen. Der Brühler Bilderbogen wünscht Marc Prokop alles Gute und viel Erfolg in seinem neuen Amt und gratuliert noch einmal herzlich zum souveränen Wahlerfolg in der Stichwahl, in der er rund 60 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Auch seine Herausforderin Simone Holderried erzielte ein sehr beachtliches Wahlergebnis.
Auf den neuen Rat der Stadt Brühl, in dem sich Anfang November noch keine neue „Regierungskoalition“ gebildet hatte, kommen in den kommenden Wochen wichtige Aufgaben zu. Vor allem muss der Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet werden. Und dann stehen auch bald noch die Erweiterungspläne des Phantasialandes zur Debatte an. Der November ist traditionell vollgepackt mit spannenden Kulturveranstaltungen. Es gibt Konzerte von „2von3 plus Band“ am 14. November, von der DONIE Band am 15. November, das Festkonzert des Kirchenchores am 23. November. Die Ausstellung der Joseph und-Anna-Fassbender-Preisträgerin Isabell Schulte läuft noch bis zum 19. November. Das Kleine Theater Brühl präsentiert am 22. und 23. November noch einmal den „Mordprozess im Märchenwald“. Im Kunstverein und im Brüneo werden neue Ausstellungen gezeigt. Der große Brühler Weihnachtsmarkt eröffnet am 24. November und auch viele kleinere und größere Basare stehen an.
Der November ist auch der Monat des Karnevalsbeginns am 11.11. und der ersten Partys und Sitzungen. Es ist zwar schade, dass es in Brühl in diesem Jahr kein Dreigestirn gibt. Doch gefeiert wird trotzdem, alternative Programme mit vielen Höhepunkten sind garantiert. Georg Müller, der neu gewählte Präsident des Festausschuss Brühler Karneval, berichtet davon. Er hat außerdem den Fragebogen für uns ausgefüllt. Am 30. Oktober fand in Brühl-Ost der Spatenstich zum neuen Bürgerpark an, der noch in diesem Jahr nach einer Online-Abstimmung auch seinen neuen offiziellen Namen erhält. Beim Spatenstich war auch für die Öffentlichkeit wunderbar zu sehen, wie in einer gelebten Demokratie die Amtsübergabe ablaufen kann. Beim letzten Termin des scheidenden Bürgermeisters Dieter Freytag war auch sein Nachfolger Marc Prokop zugegen. Gemeinsam packten sie an, schon den ganzen Monat über lief geräuschlos der Übergabeprozess. So muss es sein.
Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe wünscht Ihnen
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
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Trotz aller Bemühungen ist es dem Festausschuss Brühler Karneval in diesem Jahr nicht gelungen, ein Brühler Dreigestirn zu finden. Das ist schade, hat es aber auch schon in der Vergangenheit gegeben. Inzwischen ist es nicht mehr Bedingung, dass ein Dreigestirn die Brühler Jecken regiert. Auch andere Konstellationen wie Prinzenpaar, Prinz oder Prinzessin sind ausdrücklich erlaubt und auch bereits erprobt, wie sich bei der Regentschaft von Prinzessin Franziska im Jahr 2018 zeigte. Karneval wird in Brühl in der Session 2025/26 auch ohne Dreigestirn gefeiert. Aber macht es dann auch genauso viel Spaß wie mit Dreigestirn. Das wollten wir von den Menschen in der Brühler Innenstadt wissen.

Elke Lindenbach mit Ehemann Andreas:
Mir ist das relativ egal. Ich tue mich etwas schwer damit, auf Knopfdruck zu feiern. Ich feiere ein bisschen Karneval und gucke den Zug an, während mein Mann eher der Karnevalsmuffel ist. Als kölsches Mädche bin ich früher im Zug mitgelaufen. Für den Brühler Karneval ist es schade. Die Frage ist, ob es ein einmaliger Fall bleibt oder eine Tendenz wird. Es wäre fatal, wenn es der Anfang vom Ende wäre. Aber wer tut heutzutage noch etwas für Andere? Die Gesellschaft braucht ganz allgemein mehr an Miteinander und sozialem Engagement, egal ob im Karneval, der Kirche oder im Häkelkurs.
Weiterlesen: Umfrage: Macht Karneval ohne Brühler Dreigestirn nur halb so viel Spaß?
"Adventskonzert als musikalisches Erlebnis voller Emotionen“
Die Proben für das traditionelle Adventskonzert der Ursula Singers laufen auf Hochtouren. Am 6. Dezember tritt der beliebte Brühler Chor um 20 Uhr erstmals im Feierabendhaus Knapsack in Hürth auf. Rund 500 Menschen können dort das Konzert verfolgen. Der Vorverkauf ist bereits angelaufen und lässt auf ein volles Haus hoffen. Der Brühler Bilderbogen hat sich mit Isabel Tondorf, Katharina Kattwinkel und Paula Cloidt (im Bild oben v.l.n.r.) zum persönlichen Gespräch getroffen.

Es soll ein großes Konzert in diesem Jahr werden, das Adventskonzert der Ursula Singers. Anders als bei den meisten anderen Auftritten wird der A-Capella-Chor diesmal bei einzelnen Stücken von einer Band begleitet. Das Programm wird wieder weihnachtlich sein und viel Abwechslung bieten. „Wir werden Stücke dabei haben, in denen wir Pop und Jazz miteinander kombinieren“, berichtet Paula Cloidt, die Vorsitzende der inzwischen als Verein eingetragenen Ursula Singers. Präsentiert werden neu arrangierte Weihnachtsstücke wie „Santa Claus coming to Town“ in einer Latin Version. Es wird wieder Soloparts geben, auch sind verschiedene Dirigenten zu erleben. Die Songs stammen von Billy Joel über Queen, Chicago und Coldplay bis hin zu Billie Eilish. Bekannte Klassiker treffen auf moderne Pop-Perlen – alles mit Leidenschaft, Humor und Herz arrangiert. Es wird richtig was los sein auf der Bühne. „Zu unserem Erfolgsrezept gehört, dass wir bei unseren Konzerten wild innerhalb der Genres wechseln“, meint Isabel Tondorf, eine der über 40 aktiven Sängerinnen und Sänger des jungen, gemischten Chores, dessen Mitglieder im Alter zwischen 15 und 30 Jahren sind.
"Park mit Sportangeboten und Plätzen zum Treffen“
(tg) Die Namenssuche ist in vollem Gange, doch der Spatenstich für die neue Begegnungsfläche in Brühl-Ost erfolgte bereits am 30. Oktober. Was genau geplant ist, berichtete uns Susanne Zimmermann von der Abteilung Klimaschutz der Stadt Brühl.

BBB: Frau Zimmermann, Ende Oktober fand nach einer langen Planungsphase mit viel Bürgerbeteiligung der Spatenstich zur neuen Parkanlage in Brühl-Ost statt. Was wird dort genau entstehen? Wie hoch sind die geschätzten Kosten?
Susanne Zimmermann: Es entsteht ein Stadtpark mit diversen Angeboten für die Brühler Bürgerinnen und Bürger. Es wird einen Naturpfad mit Informationen zu Flora und Fauna geben, verschiedene Sportmöglichkeiten, viele unterschiedliche Sitzmöglichkeiten und Plätze zum Treffen sowie eine hohe Anzahl an Bäumen, Sträuchern, Beeten und sonstige Begrünung zur Erholung in der Natur. Der Park wird eine attraktive Verbindung von der Langenackerstraße im Westen zur Bergerstraße im Osten und von der Schildgesstraße im Norden bis hin zum Spielplatz im Süden von Brühl-Ost bilden. Die Kostenschätzung beträgt knapp 3.600.000 Euro, davon werden 79,93 % vom Fördergeber, dem Bundesverband für Umwelt, Klimaschutz und Naturschutz, übernommen. Es handelt sich um ein „KoMoNa“ Förderprogramm für Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung ökologischer Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelgebieten.
BBB: Inwieweit werden Klimaschutz sowie die Erhöhung der Biodiversität und Stärkung des Insektenschutzes berücksichtigt?
Seit vier Jahren ist Brühl offiziell eine Fair Trade Stadt. Ende 2024 wurde der Status erneut bestätigt. Über 30 Akteure aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Kirche machen mit und handeln mit Fair Trade Produkten. Der Brühler Bilderbogen hat sie vorgestellt und mit Robert Saß und Marcella Venghaus gesprochen.
(tg) Die Schlossstadt Brühl erfüllt nach wie vor alle fünf Kriterien der Fair Trade Towns Kampagne und trägt weiterhin den Titel „Fair Trade Stadt“. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2021 durch TransFair e. V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

„Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Brühl. Lokale Akteurinnen und Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Brühl dem internationalen Netzwerk der Fair Trade Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern“, sagt der Bürgermeister Dieter Freytag. Für die Erteilung des Titels waren fünf Kriterien zu erfüllen. Für Brühl gilt: Mindestens zehn Einzelhandelsgeschäfte, fünf Gastronomiebetriebe, eine Schule, eine kirchliche Einrichtung und ein Verein müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment haben.
Weiterlesen: Fair Trade Stadt Brühl Kleine Kaufentscheidung, großer Unterschied
Bernhard Münch berichtet aus dem Archiv von Jakob Sonntag (1902_1991)
Vor 20 Jahren
Chorkonzert

Stehen wir im November 2025 vor dem krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres „400 Jahre Chorgesang an St. Margareta“, so blicken wir in dieser Chronik nicht ganz so weit zurück, „nur“ genau 20 Jahre. Denn am 20.11.2005 stand der Leitgedanke „Ihr Alten … und auch Ihr Jungen“ – an Psalm 148 angelehnt – über einem Chorkonzert, das der Kirchenchor St. Margareta gemeinsam mit dem Chor Wellenbrecher und den Kinderchören von St. Margareta, Brühl und St. Pantaleon, Erp aufführte.

Es erklangen zwei Werke des englischen Komponisten John Rutter: Die „Mass of the Children“, und das „Magnificat“. Bereits mehrfach führten die Brühler Chöre unter der Leitung von Regionalkantor Michael Koll und seit 2011 unter seinem Nachfolger, dem aktuellen Kantor an St. Margareta, Peter J. Klasen, Werke des 1945 geborenen Komponisten auf. Das Besondere an diesem Chorkonzert war, dass hier die Kinderchöre gemeinsam mit den „großen“ Chören eine beeindruckende Stimmenvielfalt zu Gehör brachten.
Verlagssonderveröffentlichung
Die Provinzial Geschäftsstelle Raddatz, Beyer & Fey oHG zählt offiziell zu den Wachstumschampions 2026 in Deutschland. Damit würdigt FOCUS Business gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Statista die 500 am stärksten wachsenden Unternehmen bundesweit.

Nachhaltiges Wachstum – regional verwurzelt Die Geschäftsstelle der Provinzial in Brühl, Hürth und Wesseling hat unter der Leitung von Marco Raddatz, Jens Beyer und Markus Fey durch außergewöhnliche Leistungen in den vergangenen Jahren ein besonders dynamisches Umsatz- und Mitarbeiterwachstum erzielt – und das in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
(tg) Georg Müller wurde 1959 in Brühl geboren. Mit 16 Jahren begann er eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker bei der Degussa in Wesseling, der er 47 Berufsjahre lang treu blieb. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau Gerda einen Sohn und eine Tochter. Er lebt in Heide. Als Kind fand Georg Müller bereits Gefallen am Straßenkarneval. Doch bis er in eine Karnevalsgesellschaft eintrat, sollten noch viele Jahre vergehen. Im Jahr 2000 war es dann so weit. Weil seine Tochter Kristina die Jungfrau im Kinderdreigestirn wurde, beschloss er, sich auch der Schlossgarde anzuschließen, der er bis 2023 angehörte.

Sein Sohn Marcel war übrigens der Bauer des Brühler Dreigestirns von 2023. Als Kommandant genoss Georg Müller es, in schmucker Uniform auf der Bühne mit dem Korps und dem Musikzug Karneval zu feiern. Vor zwei Jahren kam dann von Peter Lautenschläger, dem Präsidenten des Festausschuss Brühler Karneval (FBK), die Anfrage, ob er ihn nicht als Vizepräsident im FBK unterstützen könne. Georg Müller sagte zu, „weil es mit dem Brühler Karneval ja weitergehen soll“. Als der Präsident dann ein Jahr später sein Amt zur Verfügung stellte, erklärte sich Georg Müller erneut bereit, dem FBK zu helfen.
Am 26. September 2025 wurde er zum neuen Präsidenten gewählt. Der Vorstand ist nun auch insgesamt komplettiert und steht vor wichtigen Aufgaben. Denn im Sommer trat das designierte Dreigestirn für die kommende Session zurück. In der Kürze der Zeit gelang es dem FBK nicht, neue Tollitäten zu finden, so dass Brühl in der Session 2025/26 leider ohne Erwachsenen-Dreistirn dasteht. „Wir haben alles versucht, waren sogar mit einem Aufruf im WDR-Fernsehen, doch leider vergeblich“, sagt Georg Müller. Nun war ein wenig Improvisationstalent gefragt, denn der Veranstaltungskalender stand ja bereits.
Statt der Proklamation des Dreigestirns findet nun am 4. Januar im Brühler Tanzsportzentrum ab 13:30 Uhr eine große Kostümsitzung statt. Das Motto: „Bröhler Jecke, mir fiere trotzdem!“ Mit dabei: Björn Heuser, Martin Schopps, Räuber, Höhner, Willi & Ernst, Heddemer Twix, Brühler Tanzgruppen, Fidele Bröhler Falkenjäger sowie das Tanzcorps der Luftflotte. Tickets kosten 37,50 Euro und sind ab sofort erhältlich bei www.bruehlerkarneval.de
Ich lebe in Brühl seit .... 1959 in Kierberg und Heide.
Am besten gefallen mir an Brühl ....
das Sportzentrum des BTV, die Gastronomie in der Innenstadt und natürlich der Brühler Karneval.
„Jetzt so richtig!“
Anfang der 90er-Jahre landeten „The Pleasure Principle“ mit ihrem Hit „Trip to My Soul“ aus dem gleichnamigen Debütalbum in den Radios. Die Band tourte sogar mit „The Cross“, dem damaligen Rockprojekt des Queen-Schlagzeugers Roger Taylor. 1993 war das Vergnügen jedoch schon wieder vorbei: Es gab Zoff mit der Plattenfirma und sogar ein Protestkonzert auf dem Firmengelände. Die Musiker gründeten anschließend Goya, und fortan wurde auf Deutsch gesungen. 2010 folgte ein erstes Comeback mit dem Doppelalbum „Time Will Flow“, damals wieder unter dem Namen The Pleasure Principle. Nun sind sie wieder da: Unter dem verkürzten Namen Pleasure Principle kehren Alex Flucht, André Gladbach und der gebürtige Brühler Markus Junker zurück auf die Bühne. Am 11. Dezember feiern sie ihr Comeback – im Blue Shell in Köln – mit neuen und alten Songs, frischer Energie und einer ordentlichen Portion Spielfreude.

Im Interview mit dem Bilderbogen erzählen die drei, warum sich das Vergnügen jetzt so richtig lohnt …
BBB: Markus Junker, Sie haben Ihre Jugend in Brühl verbracht – welche Erinnerungen verbinden Sie mit dieser Zeit?
Markus Junker: Ich habe in Brühl eine wirklich schöne Teenagerzeit verbracht. Dort habe ich meine ersten musikalischen Schritte gemacht – mit meinen ersten Bands, zum Beispiel „Chameleon“, und unseren Auftritten im Jugendzentrum. Brühl fühlt sich für mich auch heute noch gut an. Diese Zeit hat mich sehr geprägt und viele tolle Erinnerungen hinterlassen. Mit dem Café Junkers hatte ich allerdings nichts zu tun. Mit etwa 20 Jahren zog es mich dann nach Köln, wo für mich ein neues Kapitel begann – die Musik hatte mich da schon komplett gepackt. Ich hoffe, dass einige Leute aus Brühl zum Konzert kommen.

Liebe Leser,
nach der Wahl ist vor der Wahl. Am 14. September hat Brühl gewählt. Und am 28. September kommt es zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters/der Bürgermeisterin. Die Ergebnisse der Wahl haben es durchaus in sich. Wahlgewinner ist die CDU mit 36,5 Prozent der Stimmen für den Rat der Stadt Brühl und satten 47 Prozent für ihren Bürgermeisterkandidaten Dr. Marc Prokop. Bündnis 90/Grüne verbuchten als zweitstärkste Kraft 21,4 Prozent, ihre Kandidatin Simone Holderried 22,5 Prozent. Die SPD musste sich mit 20,2 Prozent begnügen, ihr Kandidat Bernhard Schumacher kam auf 20,7 Prozent.
Damit treten in der Stichwahl Marc Prokop und Simone Holderried gegeneinander an. Wir haben erneut mit beiden gesprochen und ihnen die gleichen Fragen zu drängenden Brühler Herausforderungen gestellt. Prokops Vorsprung scheint riesig, doch da die SPD, Linke und Volt ihren Wählern empfohlen haben, für Holderried zu stimmen, könnte es vielleicht doch etwas knapper werden als erwartet, wenn Grün/Rot ihre Wähler für die Stichwahl besser mobilisiert als die CDU. Gehen Sie bitte auf alle Fälle wählen.
Da der neue Rat der Stadt Brühl nun aus 52 Sitzen besteht, könnte es auch noch in Sachen „Regierungsbildung" spannend werden, sollte sich die CDU weder mit den Grünen noch der SPD auf eine Zusammenarbeit einigen können. Denn wenn wir die Parteien in eher rechts und eher links einteilen, hätten wir eine Pattsituation von 26 zu 26. Bei einem solchen Patt hätte übrigens der Bürgermeister bei den meisten Entscheidungen im Rat ein Stimmrecht.
Die möglichen Regierungskonstellationen für Brühl sind: CDU und Grüne sowie CDU und SPD hätten mit jeweils 30:22 Sitzen eine solide Mehrheit. Eine knappe Mehrheit von 28:24-Sitzen hätte rein rechnerisch auch eine Ampel aus Grüne, SPD und FDP zusammen mit Linken und Volt. Allerdings dürfte ein Fünf-Parteien-Bündnis sehr unrealistisch sein. Wir können also sehr gespannt auf die folgenden Gespräche der Parteien sein.
Im Übrigen gilt für alle Parteianzeigen in dieser Ausgabe: Für den Inhalt sind die Parteien selbst verantwortlich.
In Brühl dreht sich aber zum Glück nicht alles um die Kommunalpolitik. Im Oktober gibt es wieder eine Fülle an spannenden Kulturveranstaltungen. Das Kleine Theater Brühl zeigt beispielsweise seine neue Produktion unter der Regie von Katja Hamberger, die unseren Fragebogen ausgefüllt hat. Und im Kletterturm TurmX wird fleißig gewerkelt, damit die neue Attraktion TurmXgames am 2. November pünktlich starten kann.
Viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe!
Ihr Team vom
Brühler Bilderbogen
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Im feierlichen Rahmen des Kapitelsaals fand die Verleihung der Ehrenplaketten der Stadt Brühl durch Bürgermeister Dieter Freytag an Persönlichkeiten statt, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben:

Evi Gelath, Gabriele Zimmermann und Dr. Werner Höbsch.
Weiterlesen: Brühl verleiht Ehrenplaketten an verdiente Persönlichkeiten
Der Wähler hat entschieden, die Zusammensetzung des neuen Rates der Stadt Brühl steht fest. In Kürze wird der neue Rat erstmals zusammentreten und die ersten Entscheidungen auf den Weg bringen.
Welchen Themen, die Menschen in Brühl eine besonders hohe Priorität einräumen, haben sie in unserer Umfrage erzählt.

Christoph Nix:
Wenn es nach mir ginge, könnte der Janshof direkt wieder umgebaut werden. Viel weniger Steine müssten da hin. Es braucht mehr Bäume, mehr Schatten. Und viele kleine Bäche wie in Freiburg wären auch gut fürs Klima. Es ist auch ein Witz,
dass das neue Rathaus schon wieder eine Baustelle ist. Ich weiß, dass es nicht geht, aber sie könnten die oberste Etage direkt wieder abreißen. Mir ist schleierhaft, wie man ein nach Süden gerichtetes Dach mit einer Neigung von 45 Grad nicht mit Photovoltaik ausstatten und mit gutem Beispiel vorangehen kann. Stattdessen fallen von der Fassade Steine herunter. Das kostet alles öffentliches Geld.

Das Kulturprogramm der Stadt Brühl verspricht auch in den Monaten Oktober bis Dezember wieder zahlreiche Höhepunkte aus Konzerten, Kabarett und Kleinkunst.
Ein gesellschaftlich umstrittenes Thema ist das Verhältnis von Mann und Frau, welches sich abhängig von vielen Einflüssen immer wieder verändert. Der Kölner Liedermacher Rally Brings und sein Sohn Benjamin Brings laden am Sonntag, den 26. Oktober zu einem facettenreichen, musikalischen, humorvollen und berührenden Nachmittag ein. "Adam und Eva - Ne Adam muss en Eva han, domet hä besser kühme kann - oder: Eijentlich es et Blues" behandelt humorvoll persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Entwicklungen und wird ab 17 Uhr im Kapitelsaal des Rathauses präsentiert.
Jeder kennt eine Geschichte vom bösen Wolf. Der eine Wolf verschlingt die sieben Geißlein, ein weiterer Wolf setzt den drei kleinen Schweinchen zu und wieder ein anderer Wolf stellt dem Rotkäppchen nach.

Was wäre, wenn alle diese Taten von ein und demselben Wolf begangen worden wären?
„Phantasialand-Bebauungsplanverfahren anstoßen“
Dr. Marc Prokop war der klare Gewinner der Bürgermeisterwahl. Mit 47 Prozent der Stimmen verfehlte er aber im ersten Wahlgang knapp die absolute Mehrheit und muss sich nun seiner Herausforderin Simone Holderried in der Stichwahl am 28. September stellen.

BBB: Herr Prokop, wie denken Sie über die Erweiterungspläne des Phantasialands?
Dr. Marc Prokop: Ich will Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz in die Diskussion bringen. Dafür müssen wir das Bebauungsplanverfahren für eine Erweiterung endlich anstoßen. Nur dieses Verfahren ist dazu geeignet, alle Belange der gesamten Stadtgesellschaft ergebnisoffen in die Diskussion zu bringen. Dazu gehören die Umwelt- und Naturschutzbelange genauso wie die Anliegen des Phantasialandes und der Anwohner. Deswegen müssen wir das Moratorium beenden und das B-Plan-Verfahren zügig mit einem „Runden Tisch Phantasialand“ (inklusive Umweltverbänden und Anwohnerschaft) starten. Noch mal ganz klar: Folgende Voraussetzungen müssen eingehalten werden: Höchste Umweltstandards, belastbares Starkregen-/Versiegelungsgutachten, klare Verkehrslenkung zum Schutz von Badorf/Pingsdorf. Das Phantasialand ist ein touristischer Leuchtturm und Arbeitgeber (mit mehr als 1.800 Jobs); die Entwicklung muss im Einklang mit Stadtgesellschaft und Natur stehen.
„Ich lehne die Erweiterungspläne des Phantasialandes ab“
Simone Holderried ist die erste Bürgermeisterkandidatin der Grünen, die eine Stichwahl in Brühl erreicht hat. Mit knappem Vorsprung sicherte sie sich mit 22,5 Prozent Platz 2. Damit tritt die 56-Jährige am 28. September in der Stichwahl gegen Dr. Marc Prokop von der CDU an.

BBB: Frau Holderried, wie denken Sie über die Erweiterungspläne des Phantasialands?
Simone Holderried: Ich bin für den Erhalt des Naturschutzgebietes am Ententeich. Die Erweiterungspläne in das Naturschutzgebiet und in die Kleingartenanlage lehne ich ab. Das Phantasialand ist ein wichtiges Unternehmen in unserer Stadt dem es in den letzten Jahren immer wieder gelungen, im besten Sinne erfinderisch zu sein. Eine Erneuerung innerhalb des bestehenden Geländes kann auch in den kommenden Jahren erfolgen.
Angesichts der jetzt schon erlebbaren Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Stadt – insbesondere Starkregenereignisse und Trockenheit – halte ich es für geboten, das 14 ha große Naturschutzgebiet und auch die Kleingartenanlage zu erhalten. Das Argument, dass es sich ja „nur“ um einen aufgeforsteten Wald handle, ist nicht stichhaltig, denn nahezu alle Fläche in Deutschland ist Kulturlandschaft. Ein Gebiet wird nicht ohne Grund zu einem Naturschutzgebiet erklärt, sondern weil es aufgrund der Pflanzen und Tiere als schützenswert gilt. Das besagte Gelände am Ententeich hat diesen Schutzstatus.
Der Vorschlag, das Bauleitverfahren einzuleiten, um dann auf der Basis von Gutachten zu entscheiden, ob wirklich gebaut werden soll (wie es das Phantasialand und auch die CDU fordern), entspricht nicht der Idee des „B-Planverfahrens“. Ein Aufstellungsbeschluss bekundet das Interesse der Stadt, den Bereich zu überplanen und kann im Falle des Doch-nicht-Bauens zu finanziellem Schaden für die Stadt führen.
Weiterlesen: Interview mit Simone Holderried, Bündnis 90/Grüne
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