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Umfrage: Steigende Preise überall – auf was können Sie notfalls verzichten, auf was nicht?

Seit dem nicht nur nach Meinung unseres Bundespräsidenten völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und von Israel gegen den Iran steigen die Preise rasant. Der Sprit wird beinahe täglich teurer, die Lebenshaltungskosten gehen in die Höhe, die Inflation ebenfalls. Früher oder später werden wohl viele Menschen bei einem länger anhaltenden Krieg die Gürtel enger schnallen müssen.
Wir wollten bei unserer Umfrage in der Brühler Innenstadt von ihnen wissen, worauf sie notfalls verzichten könnten und worauf nicht. Die Antworten fielen ganz unterschiedlich aus.


U Korfhagen IMGL0204

Sylvia Korfhagen:

Ich kann gut aufs Autofahren verzichten, auf schlechtes Wetter und Frost im Mai. Auf Fernreisen. Das tut nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern auch unserer Natur. Aus unserem Villewald schöpfen die Menschen viel Kraft. Auf den möchte ich auch nicht verzichten.

U Schieren IMGL0195

Angelika Schieren:

Ich könnte auf überteuerte Lebensmittel, Kosmetika oder alkoholische Getränke verzichten. Auf ein Auto bin ich weniger angewiesen. Darauf könnte ich auch ganz verzichten. Ich habe das Deutschland-Ticket. Wichtig sind mir frisches Obst und Gemüse, das ich auf dem Markt kaufe. Oder Süßes, Pralinen, Trüffel aus dem Weltladen. Ich esse weiterhin gerne ab und zu ein Eis, auch wenn die Kugel inzwischen 1,70 Euro kostet. Und auch bei der Gastronomie und Kultur möchte ich eher nicht sparen.


U Moellers IMGL0199

Petra Möllers:

Auf Gerolsteiner Wasser in Flaschen. Kranwasser tut es auch. Ich fahre jetzt schon kaum noch Auto und erledige 90 Prozent meiner Fahrten mit dem Deutschland-Ticket. Auf ein Kölsch möchte ich nicht verzichten, auf Kunst und Kultur nicht. Man braucht auch etwas für den Kopf.


U Braun IMGL0180

Tina Braun:

Auf keinen Fall werde ich auf die Kita verzichten. Und auf Besuche der Stadtbibliothek. Jeden Samstag gehen wir in die Bücherei, die wir sehr fleißig nutzen. Einsparpotenzial sehe ich persönlich bei Friseurbesuchen.


U Nix IMGL0212

Christoph Nix:

Mir macht Bange, dass die Gastronomie und die Kneipen schon jetzt leiden. Da spare ich nicht. Ich habe kein Auto, deshalb tun mir die hohen Spritpreise nicht weh. Ich achte eh auf meine Ausgaben und war immer schon relativ sparsam. Insofern muss ich mich nicht groß umstellen. Nicht verzichten möchte ich auf Besuche des ZOOM Kinos.


U Niemeyer IMGL0184

Marion Niemeyer:

Mir würde es nicht so viel ausmachen, weniger mit dem Auto oder in den Urlaub zu fahren. Ich nutze jetzt schon viel Bus und Bahn. Für mich sind die Preise auch noch nicht so stark gestiegen, dass ich mich einschränken und sparen müsste. Keinesfalls verzichten möchte ich auf Kulturangebote und Kinobesuche.


U Nohl IMGL0176

Stefan Nohl:

Konsequent wäre es, das Auto abzuschaffen. Aber ich fahre ohnehin nur wenig mit dem Auto, das ich geerbt habe. Auf qualitativ hochwertige Nahrungsmittel werde ich nicht verzichten. Da mache ich keine Abstriche.


U Mali IMGL0174

Oliver Mali:

Ich kann auf größere Urlaube verzichten, auf einige Autofahrten, auf Alkohol. Bei diesen Sachen kann ich mich einschränken. Auf Milch und Butter eher nicht.


U Hermsen IMGL0216

Florian Hermsen:

Ich gehe weniger ins Café, weil Kaffee und Kuchen immer teurer werden. Ich fahre weniger Auto und mehr mit der Bahn mit der Eezy App. Uns kommt auch zugute, dass wir jetzt schon viel Second Hand kaufen. Ich werde weiterhin Bioprodukte einkaufen. Die sind uns wichtig.


Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)