Die Nutzung der „Künstlichen Intelligenz“ gehört für viele Menschen längst zum Alltag. Es gibt kaum noch einen Bereich, in dem sie nicht eingesetzt wird. Nicht immer offensichtlich, sondern häufig im Verborgenen. Die KI kann eine große Hilfe sein, sie kann aber auch destruktiv genutzt werden oder dazu führen, dass viele Berufe überflüssig werden. Filmemacher wie Stanley Kubrick (2001 – Odyssee im Weltraum, 1968) oder Steven Spielberg (Artificial Intelligence, 2001) haben sich dieser Problematik bereits vor Jahrzehnten angenommen.
Heute erleben wir, wie die KI das Leben im Alltag erleichtert. Wir sehen aber auch am Beispiel vieler nicht nur lustiger KI-generierter Fake-Filmchen in den sozialen Medien, wie perfekt die Welt manipuliert werden kann. Viele Menschen können Fake und Realität kaum auseinander halten. Wir wollten wissen, wie die Menschen in Brühl diese Entwicklung bewerten.

Beate Müller:
Ich sehe die KI eher als positiv als nützlichen Helfer. Im Beruf nutze ich sie, wenn Texte zusammengefasst werden müssen. Oder bei praktischen Fragen, wenn ich etwa ein Ausmalbild für Kinder suche, das ich mir einfach ausdrucken kann. Ich habe auch einmal eine Schnitzeljagd für einen Kindergeburtstag mithilfe der KI zusammengestellt. Bei medizinischen Fragen sehe ich die KI dagegen eher kritisch. Ich denke, sie kann keinen Arzt ersetzen, dessen eigenes Fachwissen reichen sollte.

Daniel Schneider mit Sohn Florian:
Ich habe noch nicht so viele Erfahrungen mit der KI gemacht. Ich nutze sie nicht oft. Ich habe auch einige Bedenken. Sie kann sicher ein Jobkiller werden, für mich persönlich aber eher nicht, aber bei technischen Berufen. Schwierig finde ich, wenn Bewerber ihre Bewerbungen mit der KI schreiben. Das ist kein gutes Zeichen, weil der erste Eindruck verfälscht werden kann. Wer sich auf die KI verlässt, strengt sich vielleicht auch weniger an. Auf lange Sicht hat das dann Folgen.
Florian: Wir haben in der Schule gesehen, dass die KI noch viele Fehler macht.

Angela Renzel:
Für mich ist die KI eher eine gute Hilfe. Ich bin ihr gegenüber positiv eingestellt, auch wenn ich sie selbst nicht so oft nutze. Ab und zu bei Formulierungen. Sicherlich muss man manches auch kritisch sehen und prüfen, auf welchen Quellen Informationen beruhen und das dann am besten gegenchecken. Ich sehe in der Medizin sehr großes Potenzial für die KI. Ich habe schon selbst davon profitiert.

Esin Polat:
Für mich keins von beiden – weder Jobkiller noch Helfer. Ich nutze die KI so wenig wie möglich. Höchstens bei der Google-Suche fällt es auf, wenn der erste Treffer meistens von der KI stammt. Es werden sicher viele Daten und Infos gesammelt, gefiltert und dann für die Werbung genutzt.
Kathrin Horn: Die KI kann natürlich eine Hilfe sein. Man darf ihren Einsatz aber auch nicht übertreiben. Bei der Arbeit hilft sie mir, wenn ich Texte zusammenfassen oder Sachen visualisieren möchte. Ich sehe aber auch Gefahren durch die KI. Sie sollte auf europäischen Servern liegen, die Datenschutzverordnung muss beachtet werden und einer Kontrolle unterliegen.

Marco und Ute Runk:
Die KI kann im Alltag durchaus eine nützliche Hilfe sein. Bein Schreiben von Texten und Emails. Oder bei der Lösung von Problemen zu Programmen oder Produkten. Da nutzen wir sie häufiger. Man muss die KI aber auch immer kritisch hinterfragen. Sind die angebotenen Lösungen tauglich und gut recherchiert? Welche Quellen wurden genutzt. Da muss man kritisch sein.

Brigitte Müller:
Ich denke, die KI ist zu gleichen Teilen Jobkiller und nützlicher Alltagshelfer. In der Medizin und der Forschung ist sie sicher nützlich. Aber in der Kriminalität dürfte sie ein großer Faktor sein. Ich sehe Probleme für Jugendliche, die nur noch am Handy hängen und damit kommunizieren. Hier spielt die KI eine fragwürdige Rolle. Sie kann die Jugend fehlleiten. Ich sehe die Gefahr der Verfälschung.

Marco Tonnicchi:
Ich habe keine direkte persönliche Erfahrung und sehe es ambivalent, einerseits eine Chance zur Verbesserung von Forschung und Wissenschaft, anderseits ein großes Missbrauchpotenzial. Sinnlose Social Media-Videos verbrauchen unnötig Resourcen. KI-Farmen sorgen dafür, das RAM-Speicher Preise explodieren.
Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)