Max Ernst Museum des LVR „ALEX GREIN – ongoing“

Die Künstlerin Alex Grein (*1983 in Köln, lebt und arbeitet in Düsseldorf) erhält den alle zwei Jahre vergebenen Luise-Straus-Preis des Landschaftsverbands Rheinland (LVR), um den sich diesmal 240 Künstlerinnen beworben hatten. Mit ihren Arbeiten in Fotografie, Installation und Mixed Media reflektiert sie fotografische Prozesse und hinterfragt in vier Werkserien etablierte Seh- und Handlungsweisen.

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In der Einzelausstellung „ongoing“ präsentiert die Künstlerin noch bis zum 5. Juli eine Auswahl früherer und neuer Arbeiten, die ihre künstlerische Praxis und zentrale Fragestellungen sichtbar machen. Alex Grein greift auf Fotografien, Archivmaterial und Found Footage aus digitalen Bildströmen zurück und bringt diese in einen materiellen Kontext. Durch das Verschränken von analogen und digitalen Bildwelten wird deutlich, wie bildgebende Medien unsere Wahrnehmung und unser Verständnis von Wirklichkeit prägen.

In der Installation „Speicher“ (2021) z. B. widmet sich Alex Grein dem Konzept des „fluiden Bildes“ im digitalen Zeitalter. Fotografien werden in Eisblöcken eingefroren und im Ausstellungsraum langsam zum Schmelzen gebracht. Während das Bild sichtbar wird, löst es sich zugleich auf – ein Prozess zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden, der Fragen nach Archivierung, Vergänglichkeit und Bildproduktion aufwirft.

In der Reihe „Burning Sun (Pictures on a Screen)“ (2025/26) untersucht die Künstlerin die Folgen extremer Hitze und Trockenheit sowie die visuelle Zirkulation von Bildern zu Hitzewellen und verheerenden Waldbränden. Das aus öffentlichen Archiven und eigenen Fotografien zusammengestellte Material zeigt durch Hitze veränderte Landschaften, die poetisch mit Pflanzen kombiniert werden und somit eine neue Funktion erhalten.

Die Ausstellung wird vom 22. Mai bis zum 5. Juli 2026 im Leonora-Carrington-Saal präsentiert. Ende Juni erscheint der zweisprachige Katalog „ongoing“, der die gleichnamige Ausstellung begleitet.
In der zweiten Jahreshälfte 2026 wird das Museum übrigens aufgrund von Baumaßnahmen zur Umsetzung des Sicherheitskonzepts geschlossen. Parallel dazu wird die Dauerausstellung des Museums neu konzipiert und eingerichtet. Die Schließung ist ab dem 6. Juli 2026 vorgesehen und wird voraussichtlich bis in die erste Jahreshälfte 2027 andauern.

Finissage-Weekend vor der Schließzeit: 3. bis 5. Juli 2026
Von Speedführungen, Poetry Slam, einer Katalogpräsentation mit Künstlerinnengespräch und einer Lesung zu Luise Straus über Kreativworkshops und Kinderchorkonzert bis hin zu einer Parade zum Fantasie Labor am Geburtshaus von Max Ernst – all das erwartet Sie beim Museumsfest. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Dauerausstellung „MAX ERNST – Leben und Werk“ sowie alle laufenden Ausstellungen vor der Schließzeit des Museums zu sehen.
Eintritt und alle Veranstaltungen frei. Am Sonntag „Zahl, was Du willst“-Tag.