(tg) Fabian Richartz wurde 1990 in Köln geboren. Er wuchs vor den Toren Brühls in Meschenich auf und besuchte dann das St. Ursula Gymnasium. Nach dem Abitur im Jahr 2010 leistete er direkt seinen sechsmonatigen Bundeswehrdienst in Idar-Oberstein ab. Dort absolvierte er auch erfolgreich die Ausbildung zum Rettungsschwimmer.

Anschließend studierte Fabian Richartz in Bonn Englisch und Geschichte auf Lehramt und schloss das hgfStudium 2018 erfolgreich als Master ab. Parallel dazu hatte er seit 2011 im Brühler KarlsBad als Rettungsschwimmer gejobbt. Nach dem Studium entschloss er sich, im KarlsBad in Vollzeit anzufangen. Er erwarb die Zusatzqualifikation des Fachangestellten Bäderbetriebe und trat vor zwei Jahren die Nachfolge des langjährigen KarlsBad-Leiters Bernd Wüster an.
In den letzten Wochen waren Fabian Richartz und sein Team vollauf damit beschäftigt, die Freibadsaison vorzubereiten. Am Pfingstwochenende war es dann so weit. Sechs Wochen und über 500 Arbeitsstunden braucht es, um den Freibadbetrieb wieder aufnehmen zu können. „Die ganze Anlage wurde auf links gedreht, die Filter gereinigt, das Wasser ausgetauscht. Die komplette Außenanlage wurde gecheckt, die Grünpflege, die Bäume, die Sonnenschirme, die Bänke. Viele Kleinigkeiten müssen beachtet werden“, sagt Fabian Richartz.
Inzwischen können die Tickets für den KarlsBadbesuch online gekauft werden, was nicht nur die Kasse entlastet, sondern auch die Wartezeiten verkürzt. Immerhin kommen an einem 30-Grad-Wochenende rund 2.500 Badegäste ins KarlsBad. „Wir haben rund 45.000 bis 50.000 Besucher im Jahr“, weiß der 35-jährige Badleiter. Die Gäste genießen die tolle Außenanlage, die viel Schatten spendenden Bäume und das gastronomische Angebot mit den obligatorischen Freibad-Pommes und Eis. Dazu gibt‘s das große 50-Meter-Schwimmbecken, das Nichtschwimmerbecken mit der Rutsche, das Plantschbecken, den Sandkasten mit Spielangeboten, die Liegewiese und den Fußballplatz.
Im Zwei-Schicht-Betrieb beaufsichtigen jeweils fünf Mitarbeiter die Badegäste des in der Region sehr beliebten Freibades. „Wir haben viele Gäste aus dem Umland, die zu schätzen wissen, dass es in Brühl ein tolles Freibad gibt“, sagt Fabian Richartz. Denn nach der Schließung einiger Schwimmbäder in den Nachbarstädten gibt es gar nicht mehr so viele Freibäder in der Region.
Ich lebe in Brühl seit ....
2011 in Kierberg. Allerdings hatte ich schon immer einen Brühl-Bezug, weil meine Großeltern in Brühl gewohnt haben und ich das St. Ursula Gymnasium besucht habe.