Seit drei Jahren ist Brühl offiziell eine Fair Trade Stadt. Gerade erst wurde der Status erneut bestätigt. Über 30 Akteure aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Vereine, Schulen und Kirche machen mit und handeln mit Fair Tade Produkten. Der Brühler Bilderbogen stellt sie in der Serie vor.
Wer sich in Brühl umfassend über den Fairen Handel schlau machen möchte, wird bei der Verbraucherzentrale NRW bestens informiert. Im Rahmen der Umweltberatung klärt Eva Hahnau die Rat suchenden Menschen auf. „Viele Produkte unseres täglichen Lebens stammen überwiegend aus dem globalen Süden: vor allem Lebensmittel wie Kaffee, Kakao oder Bananen, aber auch Agrar-Rohstoffe wie Baumwolle oder Textilien“, sagt die 32-Jährige. „Die Produzenten wie Kleinbauern und Plantagenarbeiter leiden meist unter schlechten und fragwürdigen Arbeitsbedingungen. Dabei werden viele Menschen und leider auch Kinder ausgebeutet, das Geld reicht oft nicht für den eigenen Lebensunterhalt. Zusätzlich leiden sie unter den Folgen des Klimawandels, den sie nicht selbst verursacht haben.“

Diesen schlechten Bedingungen wollen die Fair Trade-Organisationen einen Riegel vorschieben. Dafür wurden gemeinsame Fair-Handels-Grundsätze entwickelt: Den Produzentenkooperativen werden u.a. Prämien ausgezahlt, sie erhalten Vorfinanzierungen für die nächste Ernte und langfristige Abnahmeverträge für ihre Produkte. Auch durch die Zahlung von Tariflöhnen und Einhaltung von Arbeitsschutznormen erhalten die Produzenten mehr Sicherheit. „Durch den Kauf von fairgehandelten Produkten können wir alle dazu beitragen, den ausbeuterischen Handel zu stoppen und die Welt ein bisschen besser machen“, meint Eva Hahnau.
Bei der Verbraucherzentrale in Brühl sind einige Flyer und Informationsbroschüren erhältlich. Gelegentlich finden auch Workshops statt. Auf der Homepage (https://www.verbraucherzentrale.nrw) finden sich zahlreiche Artikel und Informationen.
Jedes Jahr im September wird bundesweit die Faire Woche veranstaltet, bei der auch die Verbraucherzentrale mit einer Aktion oder einem Infostand vertreten ist. Und in den eigenen vier Wänden wird für den Eigenbedarf selbstverständlich auch fairer Kaffee oder Tee ausgeschenkt und faire Schokolade gegessen.
Verbraucherzentrale NRW, Carl-Schurz-Straße 1, 50321 Brühl, Telefon 02232/2068701
Kaffeenote
Seit fünf Jahren betreibt Dimitrios Zisimou auf der Uhlstraße 34 erfolgreich das Kaffeehaus „Kaffeenote“, zu dem auch noch die „Eisstube“ auf der gegenüber liegenden Straßenseite gehört. Schon ab 9 Uhr lädt das Café zum Frühstück ein. Es gibt eine große Auswahl an Frühstücksangeboten (auch vegan), mittags werden „Moderne Kreationen“ angeboten. Weiterhin sind frische Waffeln und täglich eine wechselnde Kuchenauswahl beliebt.
























