(tg) Gabrielle G. Hoffmann wurde 1961 in Köln geboren. Nach dem Abitur machte sie eine Visagistenausbildungin Hamburg. Danach studierte sie Kunst und Anglistik in Duisburg. Es folgten Jahre der künstlerischen Zusammenarbeit mit Fotografen und Designern, Studien in klassischem Ballett, die Hinwendung zur Anthroposophie. Sie reiste durch Südafrika und Namibia, unternahm 1998 eine Studienreise nach Malta, begann zu schreiben und nahm unzählige Jobs als Komparsin in großen Filmproduktionen an.
Unaufhaltsam steuert die fünfte Jahreszeit auf ihren Höhepunkt zu. An den tollen Tagen werden wieder unzählige verkleidete Menschen durch die Straßen und Kneipens Brühls ziehen und ausgelassen Karneval feiern. Dabei spielt natürlich auch das Kostüm eine wichtige Rolle. Viele Leute machen sich bereits jetzt Gedanken, wie sie sich verkleiden. In diesem Jahr scheinen wieder Klassiker wie Clown und Prinzessin hoch im Kurs zu stehen, wie wir in unserer Umfrage erfahren haben.
Jenni Kastenholz mit Sonja Schaffrath:
Ich bin Funkenmarieche bei der Rheingarde in Wesseling und feiere immer ausgelassen von Donnerstag bis Dienstag Karneval. Wir gehen auf Partys, gehen im Zug mit und gucken uns auch andere Züge an. Ich verkleide mich als Engel, muss das Kostüm aber noch anschaffen.
Weiterlesen: Umfrage Karneval steht vor der Tür: Wie kostümieren Sie sich an den tollen Tagen?
„Als uns die Kamelle ausging, haben wir Samba gemacht“
Sie sind schon von Weitem zu hören. Wenn man sich an einem Donnerstagabend dem Gebäude der Astrid-Lingren-Schule nähert, kann man bereits auf dem Schulhof die rhythmischen Klänge vernehmen und beinahe auch schon körperlich spüren. Je näher man kommt, desto lauter wird es. Man öffnet die Schultüren und ist plötzlich mittendrin. Mittendrin in einem Rhythmus aus Trommeln, Pfeifen und vielen weiteren uns nicht allzu sehr vertrauten Instrumenten. Wenn man die Augen schließt, könnte man meinen, man sei in Brasilien. Doch wir sind nicht an der Copacabana, sondern bei der Gruppe „Sambasurium“ zu Besuch.
(tg) „Ich hätte mir gar nicht vorgestellt, dass eine Proklamation so anstrengend sein kann“, schmunzelt Prinz Lars. „Vier Stunden haben wir auf der Bühne gesessen, zwischendurch durfte ich auch noch tanzen.“ Doch Lars hat es locker gesehen und dann auch noch seinen Prinzenführer Roland Mohlberg auf den Arm genommen. „Ich habe die komplette Rede inklusive aller Regieanweisungen vorgelesen. Der Gag kam gut an.“ Zusammen mit den Geschwistern Marcel und Nadine, die jetzt als Bauer Marcel und Jungfrau Nadine an seiner Seite stehen, bildet er das Brühler Kinderdreigestirn 2008. Alle drei stammen aus der Showtanzgruppe der KG Zuckerknöllche und sind seit Jahren karnevalistisch aktiv.
Weiterlesen: Brühler Fragebogen mit... dem Kinderdreigestirn
„Abwechslung reinbringen, ohne den Rahmen zu sprengen“
In den Kirchen der Brühler Innenstadtpfarreien laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Viele ehrenamtliche Helfer treffen sich regelmäßig und in immer kürzeren Abständen. Sie diskutieren und planen. Sie steigen Kellertreppen hinunter. Sie schleppen Kartons, schwere Balken oder Dachziegel, und auch eine ganze Reihe von verschiedenen Stoffen sowie größere und kleinere Figuren und allerlei Getier in Puppenform wurde bereits gesichtet. In der Kirche von St. Margareta wurde sogar eine Sichtblende vor dem Hauptportal montiert. Zugang zum Raum dahinter hat nur ein kleiner ausgewählter Personenkreis. Zugang haben nur: die Krippenbauer.
Sie kommen aus allen Gesellschaftsschichten, sie sind zwischen 35 und 90 Jahre alt und sind Akademiker, Handwerker, Kaufmänner, Hausfrauen oder Rentner. Sie alle haben sich im Pfarrbüro St. Margareta in der Pastoratstraße 20 eingefunden, um uns von den Besonderheiten ihrer Tätigkeit und den Herausforderungen beim Bau einer Weihnachtskrippe in ihrer jeweiligen Kirche zu berichten.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: die Brühler „Krippenbauer”
„Wer den Bilderbogen lesen möchte, nimmt ihn sich mit“
Im November 2002, also genau vor fünf Jahren, erschien die erste Ausgabe des neuen Brühler Bilderbogen. Damit wurde nach einer gut 18-monatigen Pause eine Tradition fortgesetzt, die bereits im Jahr 1985 ihren Anfang genommen hatte. Damals feierte die Stadt Brühl ihr 700-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass brachte der Kölner Bilderbogen-Verlag der Brüder Helmut und Karl-Heinz Thielen die erste Ausgabe des Brühler Bilderbogen auf den Markt, der 186 weitere folgen sollten. Im Juni 2001 war dann jedoch zunächst einmal Schluss.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: das Team vom Brühler Bilderbogen
Wieder einmal konnten die Boxer des Amateur Box Club Brühl für Furore sorgen. Bei den Mittelrhein-Meisterschaften in Köln holten kürzlich zwei Kämpfer des Vereins den Titel. Vater der sportlichen Erfolge ist die Brühler Boxlegende Heinz Czech. Der 77 Jahre alte Trainer hält seit knapp sechzig Jahren dem Verein die Treue und schickt seine Boxer stets bestens vorbereitet in den Ring.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: Heinz Czech und seine Boxer vom Amateur Box Club Brühl
Vier Bewerber hatten sich um die Nachfolge des langjährigen Schulleiters des Max Ernst Gymnasiums Christoph Bosse bemüht. Die Wahl der Schulkonferenz fiel schließlich auf Berthold Phiesel, der zuvor acht Jahre lang stellvertretender Schulleiter des Städtischen Gymnasiums in Rheinbach war. Der Brühler Bilderbogen stattete dem Mann, der voller Tatendrang und Ideen seine neue Aufgabe angeht, einen Besuch ab.
Große Gala-Dinner-Show bietet auch in der neuen Spielzeit absolutes Spitzen-Entertainment!
Beste Nachrichten für alle Gourmets, für die Verehrer großer Shows, für alle, die das Besondere lieben: Die neue Fantissima-Spielzeit 2007/08 beginnt am 14. September 2007. Fantissima – Das unvergleichliche Zusammenspiel von großer Show und Gourmet-Menü in einzigartig stilvollem Ambiente. Auch für die Spielzeit 2007/ 2008 gilt: Fantissima ist die große Gala-Dinner-Show! Über zehn Monate, bis zum 29. Juni 2008, erlebt man hier Entertainment auf allerhöchstem Niveau.
Seit Anfang August hat die frühere Rathausgalerie in der Uhlstraße wieder geöffnet. Sie wurde privatisiert, heißt jetzt Galerie Brühl und wird von Nicole Ritter in Eigenregie geleitet. Nicht nur der Name ist neu, sondern auch das Konzept. Denn die langjährige Mitarbeiterin der Brühler Kulturverwaltung wird in der Galerie in Zukunft ausschließlich Kunst präsentieren. Ausstellungen anlässlich von Vereinsjubiläen werden nicht mehr berücksichtigt.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: Nicole Ritter, Galeristin
Das Lob kam aus berufenem Mund und ging den Eufonisten runter wie Öl. "Für die Dame und die Herren. Jetzt kommt eine große Überraschung. Ich kann nicht anders: 10 Punkte." So urteilte Jurorin Jane Comerfort, nachdem sie das Stück "Ein Freund, ein guter Freund" des Brühler Männergesangverein Eufonia in der ZDF-Sendung "Grand Prix der Chöre" gehört hatte. Ihre Jurorenkollegen Patrick Lindner ("Hervorragend gesungen, von mir 9 Punkte") und Gotthilf Fischer ("Eine Dame, die mit so vielen Herren fertig wird, eine 9") sahen es ähnlich. Damit landete Eufonia in der Jury-Bewertung auf dem 2. Platz.
(tg) Rainer Löcher wurde 1946 in Hürth geboren, wo er auch zunächst lebte. Er kennt Brühl aber bereits seit seiner Schulzeit, besuchte er doch in Brühl das städtische Gymnasium in der Friedrichstraße. Nach der mittleren Reife absolvierte er bei der Kreissparkasse Köln eine Lehre zum Bankkaufmann. Bis zu seinem Vorruhestand im Jahr 2004 blieb er der Kreissparkasse 42 Jahre lang treu. Rainer Löcher ist verheiratet und Vater zweier 20 und 18 Jahre alten Söhne. Mit seiner Familie lebt er in Kierberg.
Nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschloss Rainer Löcher, sich sozial zu engagieren. Von der Idee der "Brühler Tafel" war er spontan angetan. Die Brühler Tafel versorgt bedürftige Menschen aus der Stadt mit Lebensmitteln, die von zahlreichen Brühler Handelsketten und Discountern gespendet werden.
„Kultur darf kein Luxusgut sein – Kultur bedeutet geistiger Fortschritt. ,Kultur für alle‘ vermittelt Werte wie Qualität, Innovation, Individualität, Verantwortungsbewusstsein und fördert Geist und Sinne. Eine Kultur zu fördern, die sich der ausbreitenden Oberflächlichkeit und Ich-Bezogenheit entgegenstellt und allen zugänglich ist – auch das ist der Auftrag des Veranstaltungsmanagements.“
So steht es im „Jahresbericht Kulturreihen 2006“ der Stadt Brühl. In diesem Jahr sieht der städtische Kulturetat Einsparungen von rund 30 Prozent vor. Dennoch soll es gelingen, keine Abstriche bei der Qualität hinnehmen zu müssen. Wie das realisiert werden soll, verrieten uns der Kulturdezernent Andreas Brandt und der Fachbereichsleiter Dieter Nahlik im persönlichen Gespräch.
Kohen Shaik Amin hat in diesen Tagen viel zu tun. Erst vor wenigen Wochen hat er mit seiner Familie das neue Domizil in einem alten Haus an der Bergerstraße bezogen. Noch immer sind nicht alle Kartons ausgepackt. Sein künftiges Atelier gleicht mehr einer Geräte- und Werkzeugkammer. Doch der freischaffende Künstler bleibt trotz der vielen größeren und kleineren Baustellen in Haus und Garten gelassen. Er hat in seinem Leben schon viel zu viel erlebt, um sich über derartige Bagatellen noch großartig den Kopf zu zerbrechen.
Weiterlesen: Im persönlichen Gespräch: Kohen Shaikh Amin, Bildhauer
Vor ein paar Tagen wurde das neue Brühler Dreigestirn mit Prinz Franz-Josef, Bauer Jürgen und Jungfrau Reissa feierlich proklamiert. Jetzt beginnt so langsam die heiße Phase der diesjährigen Session, die Ende Februar mit den drei tollen Tagen ihren krönenden Abschluss finden wird. Schon jetzt gibt es zahlreiche Karnevalssitzungen mit bunten Unterhaltungsprogrammen. Wir haben uns in der Brühler Innenstadt erkundigt, wie es die Menschen in diesem Jahr karnevalistisch angehen lassen.
Thomas Zwietasch mit den Kindern Lisa und Lena:
An Weiberfastnacht feiere ich mit den Damen in meiner Praxis. Anschließend geht es ins große Getümmel vor dem Rathaus und danach in eine Kneipe. Am Wochenende gucken wir uns mit den Kindern die Karnevalszüge an. Ich werde auch sicher noch eine Sitzung besuchen, weiß aber noch nicht welche.
Ingo Stolpner:
Letztes Jahr war ich zu der Zeit in Chile. In diesem Jahr werde ich improvisieren. Wahrscheinlich verkleide ich mich als Honululu-Tourguide. Ich ziehe mir dann ein bescheuertes T-Shirt und eine Schlaghose aus den Siebzigern an und trage einen Blumenschmuck oder etwas Ähnliches. Im Brühler Karnevalszug gehe ich mit der etwa 50-köpfigen Fußgruppe Die echten Brühler” mit, deren Mitglieder übrigens aus ganz Deutschland kommen. Wir machen das schon im zwölften Jahr, liefen schon als Panzerknacker durch die Stadt. In diesem Jahr wollen wir als lebende Tipp-Kicker mit Stoffball an den Füßen durch Brühl ziehen.
Sabine Bialkowsky:
Ich gehe als Indianerin und bin nicht im Zug dabei. Wir feiern dann anschließend zusammen.
Burkhard Junker:
Hinterm Tresen im Sion-Brauhaus in Köln. Ich muss an allen Tagen arbeiten, das geht morgens um 8 Uhr los, Ende offen. Da hilft nur Augen zu und durch. Man regt sich dann nicht mehr auf, wenn zum x-ten Mal die gleiche Platte gespielt wird. Aber wenn man viel arbeitet, vergeht die Zeit sehr schnell. Ich bin aber auch kein Karnevalsjeck und muss deshalb kein Opfer bringen. Einmal habe ich mir bisher den Brühler Zug angeschaut.
Georg und Karin Kaspar mit den Kindern Jana und Jenny:
Wir besuchen samstags die Sitzung der Roten Funken im Kölner Maritim. Unsere Kostüme stehen noch nicht fest. Wir gehen wahrscheinlich als Schotten oder Clown. Jana will sich als Punkerin verkleiden. Und dann gucken wir uns natürlich die Züge in Brühl, Heide und Vochem an. Wir freuen uns auf die fünfte Jahreszeit.
Petra Ibadin mit Tochter Stacey:
Für mich fällt Karneval wahrscheinlich aus, weil ich schwanger bin und die Geburt des Kindes für Mitte Februar ausgerechnet ist. Ich werde das Feiern dann im nächsten Jahr nachholen. Früher war ich im Karneval schwer aktiv und bin in der Schule in die Bütt gegangen.
Andreas Esch:
An meinem Schreibtisch in meinem Büro in Elmshorn. Als gebürtiger Bonner tut mir das jedes Jahr in der Seele weh, dass ich Karneval nicht im Rheinland sein kann. Aber ich schaue jedes Jahr im Internet per Webcam auf den Bonner Marktplatz und gucke mir dann den Rosenmontagszug an.
Dagnar Raffelsieper mit den Kindern Isabell und Marie:
Ich feiere Weiberfastnacht in Brühl in einem selbstgemachten Fantasy-Kostüm. Die Kinderkostüme stehen noch nicht fest, das hängt vom Motto der Schule ab. Dann gucken wir uns den Närrischen Elias in Brühl an und ziehen abends mit ein paar Freunden durch die Kneipen. Erst ins Season’s, dann in die Hütte und schließlich, wenn wir es noch schaffen, in die Ewige Lampe.
Wilfried Jansen mit Ehefrau Gilma und Tochter Maijane:
Erst auf Sparflamme, die letzten drei Tage dann richtig. Wir gucken uns den Zug an und singen die bekannten Lieder mit. Das rheinische Liedgut ist uns nicht unvertraut. In Kolumbien, der Heimat meiner Frau, wird übrigens auch kräftig Karneval gefeiert. Anfang Januar wird in der Karnevalshochburg Barraquilla gemeinsam Inpasta” gefeiert, dann findet eine Art Rollentausch statt. Die ärmeren Bewohner schminken sich weiß, die wohlhabenderen schwarz. Später wird dann zur gleichen Zeit wie in Rio ausgelassen Karneval gefeiert.
Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos).
Erst vor ein paar Tagen wurden in allen Brühler Schulen die Halbjahreszeugnisse verteilt. Die Schüler können nun schwarz auf weiß nachlesen, wie ihre Leistungen eingeschätzt wurden. Viele wurden gelobt, einige mussten sich Kritik anhören. Doch es bleibt ja noch ein halbes Jahr Zeit, um eventuelle Schwächen auszugleichen. Wie wichtig dann letztendlich die Schulzeugnisse für den weiteren Lebensweg waren, kann jeder Erwachsene heute nur für sich selbst beantworten. Wir haben uns zu diesem Thema in der Brühler Innenstadt umgehört.
Andrea Mohn mit Tochter Denise:
Zeugnisse spielen eine große Rolle. Bei mir war es meistens eher mittelmäßig als gut. Ich wusste vorher ungefähr, welche Noten ich bekommen würde. Meine Eltern haben aber nicht groß darauf reagiert oder sich aufgeregt. Ich habe einen Hauptschulabschluss gemacht, damit kann ich heute nicht so viel anfangen. Meine Tochter bekommt ihr erstes Zeugnis im Sommer.
Christa Weger:
Sie sind wichtig. Ich habe mich immer bemüht, gute Zeugnisse zu bekommen. Das war für mich ein Ansporn. Ich bin gerne in die Schule gegangen, habe gerne gelernt und versucht, das auch meinen drei Kindern zu vermitteln. Ich habe auch mit ihnen gelernt. Bei den Kindern in den ersten Schuljahren gibt es heute ja nur noch eine Beurteilung. Ich finde aber, dass Noten besser sind als ein paar Sätze Beurteilung.
Dominik Fuß:
Mein Halbjahres-Zeugnis war ganz okay. Ich habe einen Schnitt von 2,1. Ich besuche die 10. Klasse der Hauptschule in Merten und bewerbe mich jetzt mit diesem Zeugnis. Ich möchte gerne eine Lehre zum Kfz-Mechaniker machen und habe auch bereits ein Praktikum bei Ford in Köln absolviert.
Günter Wagner:
In meiner Jugend hatte ich vor der Zeugnisvergabe immer eine gewisse Neugier und auch ein bisschen Angst. Man weiß ja nicht genau, welche Note man bekommt. Wenn die Versetzung gefährdet war, war man darauf vorbereitet. Ich bin einmal sitzengeblieben und im Nachhinein war das gar nicht so schlecht. Mein Abiturzeugnis ist dann ganz gut ausgefallen. Es hatte aber keine so große Bedeutung, weil ich studieren konnte, was ich wollte. Meine Eltern haben in der vorpubertären Zeit einen gewissen Druck ausgeübt, danach haben sie es hingenommen.
Daniela Gierden mit Sohn Clemens:
Für mich keine mehr. Die Zeugnisse meiner Kinder sind gut ausgefallen. Bei dem Jungen, der die 7. Klassse besucht, zittern wir immer ein wenig mit, bei meiner Tochter, die in der 6. Klasse ist, weniger. Mein Sohn ist ein Wa-ckelkandidat und ein bisschen ein Saisonarbeiter. Ich selber bin gerne zur Schule gegangen und hatte einige Erfolgserlebnisse. Deshalb gab es daheim keinen Stress.
Christian Siller mit Tochter Randa:
Meine Tochter hat jetzt ihr erstes Zeugnis bekommen. Sie besucht die Melanchton-Grundschule in Brühl-Kierberg und mag am liebsten den Sportunterricht. Als Kind hatte ich selbst nicht so viel Stress wegen der Zeugnisse. Meine Eltern waren schon ein bisschen abgestumpft und gelassener geworden. Meine älteren Schwestern haben mehr Druck abbekommen. Ich habe es ein bisschen laufen lassen. Zeugnisse prägen einen schon und sind auch wichtig. Heute gibt es die ersten Zeugnisse für Kinder erst in der 3. Klasse. Und schon ein Jahr später werden die Kinder dann auf der Grundlage von nur zwei Zeugnissen eingeschätzt, welche Schule sie nach der Grundschule besuchen sollen. Ich finde das sehr wenig.
Iris Schmitz mit ihren Töchtern Hannah und Paula sowie Christine Kremer:
Wir sind da relativ gelassen. Man muss die Kinder über das Jahr beobachten, es wird so erst langsam ab der 7. oder 8. Klasse schwieriger. Ich will da nicht so viel eingreifen. Mit den Zeugnissen bin ich bisher sehr zufrieden, man guckt ja schon darauf. Und wenn die Noten einmal nicht so gut sind, muss eben mehr geübt werden.
Heidi Becker:
Bei mir ist das jetzt über dreißig Jahre her. Das war eher eine lockere Angelegenheit. Die Versetzung war nie gefährdet.
Manuel Becker:
Keine mehr, weil ich schon mit meiner Lehre zum Schornsteinfeger angefangen habe. Ich werde dann im Bezirk Erftstadt und Liblar arbeiten. Mein letztes Zeugnis war okay, ich war eher der Saisonarbeiter. Ich wusste immer, was für Noten auf mich zukommen. Demnächst muss ich dann allerdings die Berufsschule besuchen.
Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos).
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