
(tg) Die neue Produktion des Kleinen Theater Brühl (KTB) unter der Regie von Andreas Schlenger ist eine Persiflage auf Shakespeares „Richard III“. Aus Richard dem Dritten wurde kurzerhand „Richard 111“. Das Stück stammt aus der Feder von David Wright und wurde vom KTB weiter bearbeitet. Die Premiere steigt am 26. September, weitere Aufführungen gibt es am 27. September sowie am 3. und 4. Oktober jeweils in der Galerie am Schloss. Karten können im Bioladen in der Carl-Schurz-Straße, im Antiquariat Eule in der Kölnstraße sowie online über die Homepage des KTB (www.kleinestheaterbruehl.de) erworben werden.
Seit April probt das Ensemble des KTB das neue Stück mit sehr viel Spaß. „Es wird viel gemordet und viel gelacht“, sagt Heinz Wacker augenzwinkernd. Da „Richard 111“ lediglich 60 Minuten dauert, das KTB aber ein abendfüllendes Stück auf die Bühne bringen wollte, hat die KTB-eigene „Schreibwerkstatt“ eine Rahmenhandlung dazu gedichtet.
Diese spielt im fiktiven „Kurt-Tucholsky-Berufskolleg“ und handelt von einem Lehrerkollegium, das ein neues Stück einstudieren möchte. Diese zwei Ebenen machen es notwendig, dass die elf Darsteller rund 20 Rollen spielen müssen. So kann sich das Ensemble einmal richtig austoben.

Die Titelrolle des Richard wird von Sandra Wieroski gespielt. Auch das ist eine Referenz an Shakespeare, denn zu dessen Zeit war es üblich, dass Frauen auch Männerrollen gespielt haben.
Auf der Suche nach einem neuen Stück bekam „Richard 111“ im Ensemble die meiste Zustimmung. Dem Regisseur Andreas Schlenger gefällt bei dem Stück „der skurrile, verrückte und groteske Humor“ und die Tatsache, das viele Rollen zu vergeben waren. „Wir konnten in der kurzen Probenzeit viele Leute unterbringen und sehr flexibel besetzen“, freut er sich. Außerdem war viel Kreativität beim Schreiben zusätzlicher Szenen der neuen Rahmenhandlung gefragt. Genau diese Herausforderungen liebt das vielfach ausgezeichnete KTB seit Jahren.
In diesem Jahr plant das KTB weiterhin nichtöffentliche Weihnachtslesungen in Seniorenwohnheimen, auch eine öffentliche sowie im Frühjahr 2027 auch eine Lesung zum Thema „Heimat/Heimatlosigkeit“. Positiv ist auch die Mitgliederentwicklung des seit 53 Jahren bestehenden Vereins, der wieder einige neue Mitglieder gewinnen konnte.