Die Fußball-Bundesliga-lose Zeit ist überstanden. Der Ball rollte bereits wieder in Pokal und Meisterschaft. Für Vereine wie den 1. FC Köln wird es wieder eine aufregende Saison. Für den neutralen Betrachter geht es nur noch um die Frage, mit wie vielen Punkten Vorsprung der FC Bayern seinen Titel in der langweiligsten Liga Europas verteidigen wird. Konkurrenz ist für den Rekordmeister weit und breit nicht in Sicht.
Dafür verspricht der Abstiegskampf wieder spannend zu werden. In der vergangenen Saison befand sich der Effzeh gefühlt mittendrin, obwohl die Geißbockelf faktisch nie wirklich Gefahr lief abzusteigen. Trotzdem wurde der erfahrene Coach entlassen und durch einen unerfahrenen ersetzt, der trotz genauso mäßiger Punktausbeute wie sein Vorgänger weitermachen darf. So läuft eben der Profifußball. Immerhin konnten die Kölner ihren Starspieler Said Mala behalten und das Team mit einigen interessanten Talenten und dem Heimkehrer Ellyes Skhiri verstärken. Ob das reicht?

Kathrin Höhne:
Für die vorderen Ränge wird es nicht reichen. Aber ich glaube an einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Ich finde super, dass Said El Mala bleibt. Der hat viel Potenzial. Ich drücke dem FC die Daumen für eine erfolgreiche Saison. Ich mag am Fußball und dem 1. FC Köln, dass sie für mehr Zusammenhalt unter den Menschen sorgen.

Sascha Schneck:
Mit dem 10. Platz in der Abschlusstabelle wäre ich zufrieden. Der FC hat eine junge und motivierte Mannschaft. Es ist wichtig, dass Said El Mala bleibt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt.

Michael Schilling:
Der FC wird irgendwo im hinteren Mittelfeld landen. Ein El Mala alleine wird für höhere Ansprüche nicht reichen. Ich erwarte eher eine schwere Saison für die Kölner, die ich aber auch nur am Rande verfolge. Der FC hat den Vorteil, dass er ein tolles Umfeld und ein super Stadion hat.

Winfried Müller:
Ich bin nur einer von 80 Millionen Experten in Deutschland, stehe zu meinen Grenzen und freue mich über die positive Entwicklung des 1. FC Köln. Ich hoffe mindestens auf einen guten Mittelfeldpatz des FC in der Tabelle.

Geoffroy Aka und Sophie:
Ich bin optimistisch und tippe auf Platz 7. Europa ist möglich mit dieser jungen Truppe. Sie haben gute Transfers getätigt. Sie haben ein starkes Mittelfeld, vorne Ache und El Mala. Seine Vertragsverlängerung ist super. Jetzt hat der FC wieder eine Nummer 10. Er trägt jetzt eine große Verantwortung. Das Trikot wiegt schwer. Ich hoffe, er kommt mit dem Druck zurecht.

Rick Giese mit Sohn Noah:
Wenn sie am Ende den 12. Tabellenplatz erreichen würden, wäre das ja schon eine Verbesserung zur vergangenen Saison. Mit dem Trainer und Said El Mala geht der Aufschwung weiter. Der jetzt genehmigte Ausbau der Trainingsplätze am Geißbockheim wird den Verein zusätzlich beflügeln und für mehr Motivation sorgen. Ich finde, dass die Zukunft gut aussieht. Auch die Rückkehr von Ellyes Skhiri ist gut.
Dr. Marc Prokop: Der FC landet zwischen dem 7. und 9. Platz, weil der FC durch die strategisch hervorragende Einkaufspolitik von Thomas Kessler auf der einen Seite und eine herausragende Saison von Said El Mala, der das gesamte Team mitreißen wird, auf der anderen Seite eine begeisternde Saison spielen wird. Die Überraschung des Jahres wird Malek El Mala, den so niemand auf dem Schirm hat.

Richard Stanke:
Obwohl ich in Köln geboren wurde, bin ich kein FC-Fan, verfolge den Verein aber mit einer Mischung aus Amüsement und Unverständnis. Die Mannschaft ist auf einer ständigen Achterbahnfahrt. Aber der FC ist ein Lebensgefühl. Die Enkelkinder meiner Partnerin sind alle FC-Fans.
Eine Umfrage von Tobias Gonscherowski (Text) und Bernhard Münch (Fotos)